Wiener Polizei und Veterinäramt kontrollieren Hundehaltung

Sima/Frauenberger/Goldgruber: "Friedliches Miteinander zwischen Mensch und Hund in der Großstadt"

Wien (OTS) - Kommende Woche legt die Wiener Polizei mit Unterstützung des Veterinäramtes der Stadt Wien wieder verstärktes Augenmerk auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften in Sachen Hundehaltung. Insbesondere wird die Leinen- bzw. Maulkorbpflicht, aber auch das Chippen kontrolliert. Umweltstadträtin Ulli Sima, Tierschutzstadträtin Sandra Frauenberger und Peter Goldgruber, Leiter der Sicherheits- und Verkehrspolizeilichen Abteilung der Wiener Polizei, haben die Schwerpunkte der Kontrollen heute vorgestellt.

Umweltstadträtin Sima und Tierschutzstadträtin Frauenberger dankten der Wiener Polizei für die gute Zusammenarbeit: "Unser gemeinsames Anliegen ist es, dass das Zusammenleben von Mensch und Hund in Wien konfliktfrei abläuft. Klar ist, dass dazu gewisse Regeln eingehalten und auch kontrolliert werden müssen", so Sima und Frauenberger bei der heutigen Präsentation am Heldenplatz.

Leinen- oder Maulkorbpflicht an öffentlichen Orten

In Wien müssen Hunde an öffentlichen Orten - das sind etwa Straßen und Plätze, aber auch öffentlich zugängliche Teile von Häusern, Höfen oder Lokalen - einen um den Fang geschlossenen Maulkorb tragen oder an der Leine geführt werden. In öffentlich zugänglichen Parks und auf gekennzeichneten Lagerwiesen müssen Hunde immer an die Leine. Maulkorbpflicht herrscht an öffentlichen Orten, wo "üblicherweise" viele Menschen anzutreffen sind, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants oder bei Veranstaltungen.

Auch Sauberkeitsspielregeln müssen eingehalten werden

Zum konfliktfreien Miteinander in der Großstadt gehört auch die Einhaltung der Sauberkeitsspielregeln. "Wir haben das Angebot an die Hundebesitzer enorm ausgebaut, es gibt mittlerweile 2.450 Sackerlautomaten in Wien, es gibt keine Ausreden mehr, die Hinterlassenschaften der Vierbeiner nicht wegzuräumen", betont Umweltstadträtin Ulli Sima. Kontrolliert wird dies von den Waste Watchern, die bei Missachtung ein Organmandat von EUR 36,-- ausstellen oder auch Anzeigen bis zu EUR 1.000,-- erstatten können. Im letzten Jahr gab es in Sachen Hundekot knapp 1.300 Amtshandlungen.

Chippflicht seit 1. Jänner 2010

Seit 1. Jänner 2010 müssen alle in Österreich gehaltenen Hunde mit einem elektronisch ablesbaren Mikrochip gekennzeichnet sein.

Diese neue Regelung bringt sowohl den HundebesitzerInnen als auch den Tieren selbst große Vorteile. Denn mit dem Chip können entlaufene, ausgesetzte oder zurückgelassene Hunde schneller gefunden werden. Damit wird großes Tierleid erspart.

Der Chip enthält eine 15-stellige unverwechselbare Nummer, die in eine bundeseinheitliche Datenbank eingetragen werden muss. Die Eintragung kann von der/dem behandelnden Tierärztin/Tierarzt vorgenommen werden oder es können die Daten von der Behörde, in Wien vom Veterinäramt, der Magistratsabteilung 60, eingetragen werden.

Welpen sind spätestens mit einem Alter von drei Monaten, jedenfalls aber vor der ersten Weitergabe zu chippen. Alle HundehalterInnen müssen binnen eines Monats nach der Kennzeichnung, nach der Einreise oder nach der Weitergabe des Hundes für die Eintragung ihrer Daten und der des Hundes in die Datenbank Sorge tragen. Das Einsetzen des Chips und das Ausstellen des EU-weiten Heimtierausweises für das Tier besorgen alle praktischen TierärztInnen. Der Mikrochip hält ein Leben lang und ist nicht gesundheitsschädlich, das Einsetzen ist mit einer Impfung für das Tier vergleichbar.

Enormer Anstieg bei freiwilligem Hundeführschein

Tierschutzstadträtin Sandra Frauenberger zeigte sich im Rahmen der Präsentation der Schwerpunktkontrollen heute Freitag auch erfreut über den enormen Anstieg bei der Absolvierung des freiwilligen Hundeführscheins. Alleine im Februar haben 300 HundebesitzerInnen die Prüfung abgelegt. Das sind fünfmal so viele, wie im Monatsdurchschnitt des Vorjahres. Seit der Einführung im Jahr 2006 haben insgesamt 3.600 Wiener HundebesitzerInnen freiwillig die Hundeführschein-Prüfung absolviert. Frauenberger: "Das zeigt sehr deutlich, dass die Wiener HundehalterInnen ihrer Verantwortung sowohl dem Tier als auch den MitbürgerInnen gegenüber in einem hohen Ausmaß nachkommen. Wir wollen jedenfalls möglichst viele HundebesitzerInnen motivieren, die Prüfung abzulegen. Denn die richtige Haltung und der richtige Umgang mit Hunden will gelernt sein." Mit 1. Juli wird der Führschein für Kampfhunde in Wien verpflichtend: "Wir wollen Ängste und Gefahren minimieren.
Zum einen wurde die große Bisskraft dieser Hunde und die Bisshäufigkeit herangezogen. Zum anderen sind dies unter anderem auch jene Hunde, über die es bei der Tierschutzombudsstelle häufig Beschwerden gibt und die nach Unfällen verstärkt als auffällige und aggressive Hunde in den Tierheimen landen", erläutert Sima. Diese Hunde machen insgesamt knapp fünf Prozent aller in Wien gehaltenen Hunde aus. Diese nicht einmal fünf Prozent sind allerdings für fast 25 Prozent aller Hundebisse verantwortlich", so Sima. Zusätzlich führen Bisse dieser Hunde meist zu vergleichsweise schwerwiegenderen Verletzungen.

Im Vordergrund steht die Aufklärung

Die Schwerpunktaktion soll den Wiener Hundehaltern die Regeln wieder verstärkt in Erinnerung rufen. Erinnert werden soll dabei auch an die 153 Hundeverbotszonen in Wien, das Hundeverbot auf Spielplätzen, Friedhöfen, im gesamten Lainzer Tiergarten und auf den Steinhofgründen. Daneben gibt es aber mehr als 120 Hundezonen mit einer Gesamtfläche von 830.000 m2.

Die Wiener Polizei setzt dabei auf den Grundsatz "Aufklärung geht vor Strafe". "Hundehaltern, die sich trotz einer Abmahnung punkto Leinen- oder Maulkorbpflicht als uneinsichtig erweisen, kann aber auch ein Organmandat ins Haus stehen", erläutert Peter Goldgruber von der Wiener Polizei abschließend. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Anita Voraberger
Mediensprecherin StRin Mag.a Ulli Sima
Telefon: 01 4000-81353
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at

Gabriele Philipp
Mediensprecherin StRin Sandra Frauenberger
Telefon: 01 4000-81295
E-Mail: gabriele.philipp@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0012