Bayr: Wald, Wasser und Wetter brauchen politischen Schutz

SPÖ-Umweltsprecherin Bayr fordert mehr Engagement im Klimaschutz

Wien (OTS/SK) - Anlässlich der internationalen Tage zu den Themen Wald, Wasser und Wetter (21. bis 23. März) betont SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr die Notwendigkeit, noch heuer in Cancun ein Kyoto-Nachfolgeabkommen zu unterzeichnen. "Ich teile in diesem Punkt nicht die Meinung der EU-Kommission, dass dieser wichtige Vertrag notfalls auch erst 2011 in Südafrika realisiert werden kann - diesen zeitlichen Spielraum haben wir schon lange verspielt!", so Bayr. Die EU-Kommission hatte wiederholt darauf hingewiesen, dass die noch auszuhandelnden Details für das internationale Klimaschutzabkommen, die einen Abschluss in Kopenhagen letzten Dezember verhindert haben, einen rechtsverbindlichen Vertrag auch in Mexiko im Herbst dieses Jahres verhindern könnten. "Hier vorschnell klein beizugeben, ist mit Sicherheit die falsche Strategie", so Bayr. "Wir haben noch einige Runden an Vorverhandlungen. Die nächsten sind im April und Juni in Bonn. Sie werden nur dann gewünschte Ergebnisse zeigen, wenn wir nicht schon jetzt den Druck abschwächen!" ****

In dem Zusammenhang macht Bayr darauf aufmerksam, dass die globale Bedrohung der Klimaerwärmung Fakt sei und auch nicht durch Detailfehler des UN-Klimarates, die in den letzten Monaten für Aufregung sorgten, in Frage stünde. "Es ist zwar bedauerlich, dass es Irrtümer beim IPCC gab, aber ob die Himalaya-Gletscher 2035 oder erst später völlig verschwunden sind, ist in der Gesamtheit der Klimaerwärmung nicht entscheidend: Wir erleben bereits jetzt eine globale Erderwärmung, die wissenschaftlich auch in ihrem Ursprung -nämlich dem Verbrennen von Kohlenstoffen, nachgewiesen ist. Die Erwärmung ist dringend mit allen gebotenen Mitteln einzubremsen", betont Bayr. "Daran ist einfach nicht zu rütteln!"

In ihrem Bericht zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen vom 16. März stellte die Kommission außer Frage, dass nun alle Anstrengungen seitens der EU und ihrer einzelnen Mitgliedstaaten gefordert wären, um auch die wichtigen Drittländer (wie die USA, Brasilien, Indien und China) von der Notwendigkeit eines bindenden Klimaabkommens und den darin enthaltenen Treibhausgasreduktionsminderungen zu überzeugen. "In diesem Sinn appelliere ich an Umweltminister Berlakovich, jetzt nicht nur den Verhandlungen auf EU-Ebene zu vertrauen, sondern selbst aktiv zu werden und intensiv für das Kyoto-Nachfolgeabkommen zu kämpfen!", bekräftigt Bayr. (Schluss) rb/mp

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