VSStÖ fordert soziale Absicherung im Bologna-Prozess ein

Verschlechterung für Studierende durch Bologna-Prozess

Wien (OTS) - Die ÖVP-Wissenschaftsministerin wird sich heute, Freitag, im Arbeitsforum 3 "Bologna" des Hochschuldialogs einer Diskussion stellen. Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) wird in diesem Rahmen vor allem Verbesserungen in der sozialen Absicherung von Karl einfordern. "Die Mobilität von Studierenden zu ermöglichen ist ein Kernanliegen der Bologna-Reform. Tatsache ist aber, dass nicht alle Studierenden sich ein Auslandssemester leisten können. Hier bedarf es dringend einer staatlichen Ausfinanzierung", verlangt Sophie Wollner, Bundesvorsitzende des VSStÖ. ****

Die Anspruchsdauer für Stipendien beträgt die Mindeststudiendauer plus Toleranzsemester. "Beim Stipendium war im Diplomstudium jeweils ein Toleranzsemester pro Studienabschnitt vorgesehen, im Bachelor haben die Studierenden nur noch ein einziges Toleranzsemester, was natürlich zu einem früheren Beihilfenverlust führt, während beim Bezug der Familienbeihilfe zwei Toleranzsemester gegeben sind. Die Anspruchsdauer muss dringend verlängert werden", beklagt Wollner.

Der VSStÖ weist immer wieder auf die katastrophale finanzielle Lage der Studierenden und das marode Stipendiensystem hin. "Nur ca. 20 Prozent der Studierenden bekommen überhaupt ein Stipendium, die meisten müssen arbeiten, um sich ihr Leben leisten zu können. Wir erwarten uns von Ministerin Karl, dass sie die Augen vor dieser Problematik nicht länger verschließt und endlich, zumindest durch eine Ausweitung des BezieherInnenkreises die gänzliche Ausschöpfung des ministeriellen Stipendientopfs ermöglicht", so Wollner abschließend. (Schluss) ab/mp

Rückfragen & Kontakt:

Stefanie Grubich, VSStÖ-Pressesprecherin, 0676/385 88 13, vsstoe@vsstoe.at, www.vsstoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001