Polen: Lebensmittel-Einzelhandel soll bis 2013 Marktwert von rd. 63 Mrd. Euro erreichen

Großer Markt, qualitätsbewusste Käufer u. Wirtschaftswachstum eröffnen Top-Chancen für heimische Betriebe - Austro-Firmen präsentieren Lebensmittel u. Konsumgüter in Warschau

Wien (OTS/PWK221) - Polen konnte als einziges Land der EU 2009
ein positives Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent erreichen. "Dieser wirtschaftliche Erfolg basiert sehr stark auf dem Binnenkonsum und insbesondere auf der starken Nachfrage nach Konsumgütern", berichtet Ernst Kopp, österreichischer Handelsdelegierter für Polen.

Das größte Wachstum im Einzelhandel verzeichnete 2009 mit plus 21 Prozent das "convenience store"-Segment. Experten gehen davon aus, dass der Lebensmittel-Einzelhandel 2013 einen Marktwert von 90 Mrd. USD (ca. 62,77 Mrd. Euro) erreichen wird. "Österreichischen Exporteuren von hochwertigen Lebensmitteln und Konsumgütern steht somit in Polen ein lokaler Markt mit einer großen Käuferschicht offen, die bereit ist, für gute Qualität auch angemessene Preise zu zahlen", betont Kopp. Auch das Biosegment gewinne ständig an Bedeutung; vor allem junge, urbane, kaufkräftige Konsumenten greifen immer öfter zu Produkten aus biologischem Anbau.

Eine gute Ausgangsposition für die 13 österreichischen Unternehmen aus dem Lebensmittelsektor, die am 18. März 2010 Ihre Produkte ausgewählten polnischen Geschäftspartnern in Warschau präsentieren. Die Produktpalette reicht von glutenfreien Mehlprodukten über Süßwaren bis hin zu Milchprodukten und Fleischwaren. Ebenso vertreten ist die Agrarmarkt Austria (AMA). Zeitgleich findet das jährliche Interessentenmeeting der Österreichischen Weinmarketing (ÖWM) mit ca. 60 österreichischen Winzern statt.

Polen war 2009 die einzige Volkswirtschaft in der EU, in der die Wirtschaft wuchs. Das BIP legte nach Zuwächsen von 6,7 Prozent (2007) und 4,8 Prozent (2008) im abgelaufenen Jahr um 1,7 Prozent zu, wobei die Bauwirtschaft, der private Konsum und das geringere Handelsbilanzdefizit am meisten zum positiven Ergebnis beitrugen. Hohe Löhne und Gehälter und eine Anfang des Jahres 2009 in Kraft getretene Steuerreform wirkten sich positiv auf den Privatkonsum aus, der 2009 um 2,4 Prozent stieg.

Während die österreichischen Lieferungen 2009 krisenbedingt um rund 24,5 Prozent zurückgingen, verringerten sich die Ausfuhren von Nahrungsmitteln und lebenden Tieren hingegen nur um 1,2 Prozent. Österreich exportierte im abgelaufenen Jahr Fleischprodukte im Wert von ca. 15 Mio. Euro nach Polen (+71 Prozent). (ES)

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Außenhandelsstelle Warschau
Dr. Ernst Kopp
Tel.: +48 22 586 44 66
warschau@wko.at

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