Kroatischer Staatspräsident zu Besuch im Parlament Ivo Josipovic im Gespräch mit Barbara Prammer

Wien (PK) - Der angestrebte Beitritt Kroatiens zur Europäischen Union stand heute im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen dem kroatischen Staatspräsidenten Ivo Josipovic und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer im Parlament. Josipovic rechnete mit einem Abschluss der Verhandlungen bis Ende 2010 und
mit einem EU-Beitritt seines Landes Anfang 2012. Er dankte Österreich für die Unterstützung auf dem Weg nach Brüssel und zeigte sich überdies zuversichtlich, dass es Kroatien gelingen werde, die noch ausständigen Reformen insbesondere auf dem Gebiet des Rechtsstaates zu setzen und damit die EU-Kriterien zu
erfüllen.

Sowohl Josipovic als auch Prammer unterstrichen die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit mit den Ländern des Westbalkans und sprachen diesbezüglich von gemeinsamen Interessen Österreichs und Kroatiens. Es gehe darum, auch jene Staaten zu unterstützen, die derzeit noch nicht in direkten Beitrittsverhandlungen mit der EU stehen, bemerkte der kroatische Staatspräsident und äußerte seine Überzeugung, dass Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Mazedonien und der Kosovo ebenfalls einmal Teil der Union werden.

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer betonte, Österreich werde überall, wo es erwünscht und möglich sei, seinen Beitrag zur Unterstützung des EU-Beitritts Kroatiens leisten. Sie bekannte
sich weiters zu einer engen Zusammenarbeit mit allen Ländern des Westbalkans und meinte, der Weg der Region müsse in Richtung EU gehen. Gerade die aktuelle Wirtschaftskrise zeige die
Notwendigkeit von europäischen Lösungen auf. Prammer sah die
Union aufgefordert, sich noch stärker als bisher einzubringen und erinnerte in diesem Zusammenhang an den Vorschlag Österreichs
einer europäischen Transaktionssteuer. Engere Zusammenarbeit in
der EU bedeute aber auch eine engere Zusammenarbeit der
nationalen Parlamente, gelte es doch, Initiativen zu setzen, um
sich gemeinsam stark für ein gemeinsames Europa zu machen, sagte Prammer.

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