"KURIER"-Kommentar von Daniela Kittner: "Begrenzte Strahlkraft"

Der FPÖ mangelt es an akzeptablem Personal und inhaltlicher Kompetenz.

Wien (OTS) - In der FPÖ herrscht offenbar Alarmzustand. Warum
sonst müsste ihr Generalsekretär Herbert Kickl die mageren Ergebnisse bei den Gemeinderatswahlen zum "ungebremsten Aufwärtstrend unter Obmann Heinz-Christian Strache" hinbiegen?
Die FPÖ hat in Vorarlberg nichts dazugewonnen, in Tirol blieb sie unter den Erwartungen und in Niederösterreich legte sie um 2,7 Prozentpunkte auf sechs Prozent zu. Ein "ungebremster Aufwärtstrend?" Das heißt nicht, dass die FPÖ bei kommenden Landtagswahlen nicht zulegen wird. Wäre auch seltsam, denn in der Steiermark ist sie nicht einmal im Landtag und im Burgenland zu schwach für einen Klub.
Aber es zeigt sich, dass ihre Strahlkraft begrenzt ist. Die FPÖ hat inhaltlich wenig zu bieten, sie beschränkt sich auf nationalistische Themen (Anti-Ausländer, Anti-EU). Ihre Wirtschaftskompetenz liegt nahe null.
Der FPÖ fehlen akzeptable Persönlichkeiten. Sie ist dominiert von weit rechten Burschenschaftern, für höchstrangige Ämter hat sie nur Personal aufgeboten, das von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung als extremistisch abgelehnt wird.
Straches jugendliches Gesicht kann einige blaue Mankos überdecken. Aber zunehmend weniger.

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