"Kärnten baut": Sparsamkeit bringt mehr Straßenkilometer

LH Dörfler und Abteilungsvorstand Bidmon informierten über Einsparungspotentiale im der Landesstraßenbauabteilung - Ziel: 5,82 Mio. Euro jährlich

Klagenfurt (OTS/LPD) - "Kärnten spart - Kärnten baut": Dieses Motto hat Straßenbaureferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler für die Abteilung 17 - Straßen und Brücken ausgegeben. Heute, Montag, informierte er in einer Pressekonferenz gemeinsam mit Abteilungsvorstand Volker Bidmon über Optimierungsmöglichkeiten. Ziel sei eine jährliche Einsparung von 5,82 Mio. Euro, die schrittweise bis 2014 erreicht werden soll. Auch der Personalstand soll bis 2014 durch natürlichen Abgang um 70 Mitarbeiter reduziert werden.

Dörfler sprach von einem qualitativen Sparprogramm für seine "Paradeabteilung im Land". Die eingesparten Mittel sollen in den Straßenbau investiert werden. Mit den angepeilten 5,82 Mio. könne man rund sechs Kilometer Straße errichten, veranschaulichte er. Erzielt werden sollen die Einsparungen durch eine Reduktion des Mitarbeiterstandes und des Fuhrparks, durch Partnerschaften mit der Bauwirtschaft im Winterdienst, Standortoptimierungen, Eigenbaulose, optimierte Planung und neue Baumethoden.

Der derzeitige Personalstand von 757 soll laut Dörfler bis 2014 durch natürlichen Abgang auf 687 reduziert werden. Pro Jahr bedeute das ab 2014 eine Einsparung von 3,5 Mio. Euro. "Zurückfahren" werde man den Fuhrpark und zwar von 132 auf 80 LKW und Unimogs. 2014 will man dadurch bereits 1,2 Mio. Euro pro Jahr einsparen, längerfristig sogar 2,2 Mio. Euro. Ältere Fahrzeuge würden ausgeschieden, die Flotte werde modernisiert und leistungsfähiger gemacht. Für den Winterdienst werden laut Dörfler Partnerschaften mit der Bauwirtschaft eingegangen. "Diesem Kärntner Modell wollen auch schon andere Bundesländer folgen."

Weiters sollen die Werkstätten der Straßenmeistereien durch Fusionieren von 14 auf 7 reduziert werden. Auch Standortoptimierungen seien geplant, beispielsweise die Zusammenlegung von Wasserbauhof und Straßenmeisterei Hermagor. Das hat laut Dörfler ein Einsparungspotential von 120.000 Euro pro Jahr. Synergien würden sich aber auch durch gemeinsame Bauvorhaben mit dem ländlichen Wegenetz (Abteilung 10L) ergeben. Ebenso werde heuer ein Schneeräumgerät gemeinsam mit der GROHAG angekauft, wodurch sich das Land 50 Prozent der Anschaffungskosten spare.

Dörfler verwies auf die Bautätigkeiten in Eigenregie, etwa im Radwegebereich oder bei Kleinbaulosen. Hier würden die Mitarbeiter der Straßenbauabteilung perfekte Qualität abliefern. Lediglich die Asphaltierung müsse ausgeschrieben werden. Vom Team um Abteilungsvorstand Bidmon sei zudem eine neue Baumethode entwickelt worden, die Sanierungen kostengünstiger gestalte. "Bei der sogenannten Durchfräsmethode wird beim Sanieren der vorhandene Unterbau einbezogen", erklärte Bidmon. Angewendet habe man sie u. a. auf der Flattnitzer- oder Gradeser Straße. Die Kosten für einen Kilometer reduzieren sich laut Bidmon von 700.000 bis eine Mio. Euro auf 200.000 bis 300.000 Euro. "So können wir mehr Kilometer um das selbe Geld bauen."

Der Landeshauptmann führte weiters an, dass er auf die Optimierung der Planungskosten im Straßenbau achte. In diesem Sinne sei der Rechnungshof bei Großprojekten ein wichtiger Begleiter. Die nach Qualitätsstandard ISO 9001 zertifizierte Straßenbauabteilung ist aber auch energieeffizient. Für ihre modernen Heizanlagen wird der Holzwuchs an Kärntens Straßen genutzt. Auf neuestem Stand der Technik ist die elektronische Verkehrszählung, die flächendeckend aktuelle Zahlen von Kärntens Straßen liefert. Früher mussten noch die Mitarbeiter händisch zählen.
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