FPÖ: Strache zu OeNB-Nowotny: Kopf-in-Sand-Politik ist verantwortungslos

OeNB muss sich endlich für den Ausschluss Griechenlands aussprechen, um den Euro zu schützen

Wien (OTS) - Scharfe Kritik übte heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache an OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny. "Ich vermisse eine klare Position von Nowotny angesichts der drohenden Zahlungsunfähigkeit von Griechenland und Spanien", so Strache. "Die von ihm eingeschlagene Kopf-in-den-Sand-Politik ist verantwortungslos. Mehr als augenscheinlich bevorzugt es Nowotny, die Pensionsprivilegien in der OeNB zu verteidigen, aber in der Finanz- und Währungspolitik bleibt er untätig."

"Die FPÖ spricht sich klar für eine solide Geldpolitik aus. Wir sind klar gegen einen Bailout - sprich ein Herauskaufen Griechenlands oder Spaniens durch Hilfszahlungen anderer Euroländer, Kredite oder sonstige Leistungen europäischer oder internationaler Organisationen", betonte Strache. Ein derartiges Vorgehen würde eine Negativvorbildwirkung haben. "Wenn erst einmal ein Land mit jahrelanger unsolider Haushaltsführung gerettet wird, würde dies dazu führen, dass in der gesamten EU der Anreiz zu einer soliden Haushaltspolitik schwindet. Der Maastricht-Vertrag wäre dann nicht einmal mehr das Papier wert, auf dem er steht."

"Auch in diesem Fall gibt es bis dato keine klare Stellungnahme der Österreichischen Nationalbank und allen voran von Gouverneur Nowotny", zeigte Strache auf. "Auch in der heutigen Pressestunde ist von Gouverneur Nowotny kein Sterbenswörtchen zur unsoliden spanischen und griechischen Wirtschafts- und Haushaltspolitik zu hören", verweist der FPÖ-Parteiobmann darauf, dass die aktuellen finanzpolitischen Entwicklungen in Spanien und Griechenland den Euro gefährden: "Denn wir haben diese Staaten über Jahrzehnte finanziert. Gebot der Stunde ist aus freiheitlicher Sicht, dass Gouverneur Nowotny endlich seine Aufgaben wahr nimmt und sich für den Ausschluss Griechenlands aus der Währungsunion ausspricht", erklärte Strache.

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