ARBÖ: Zum fünften Geburtstag der Warnweste startet ARBÖ-Online-Umfrage

Wien (OTS) - Am 1. Mai 2005 wurde in Österreich die Warnwestenpflicht für Pkw-Lenker eingeführt, damit war Österreich einer der ersten EU-Mitgliedsstaaten nach Italien, welcher die Warnwestenpflicht eingeführt hat. Rechtzeitig vor dem fünften Geburtstag der Warnweste am kommenden 1. Mai 2010, will der ARBÖ mit Hilfe einer Online-Umfrage (www.arboe.at) herausfinden, wie die heimischen Autofahrerinnen und Autofahrer mit diesem lebensrettendem Kleidungsstück in der Praxis umgehen.

Wie wichtig und sinnvoll Warnwesten vor allem in der Nacht sind, konnte durch eine wissenschaftliche Blickstudie von viewpointsystem/EPIGUS bewiesen werden, die gemeinsam vom ARBÖ und dem Verkehrsministerium finanziert wurde. Mit Warnwesten sind Personen auf der Autobahn in der Nacht vier Sekunden vor dem Vorbeifahren sichtbar. Ohne Warnweste haben Menschen in solchen Situationen keine Chance, gesehen zu werden. Seit Einführung der Warnwestenpflicht in Österreich sind die einschlägigen Unfälle auf Autobahnen und Schnellstraßen (Auffahrunfälle auf stehende Objekte, Fußgängerunfälle) signifikant zurückgegangen: Die Unfälle sanken um 39 Prozent (von 2006 bis 2008 gegenüber 2002 bis 2004) und die Zahl der Verunglückten sogar um 53 Prozent. Wegen dieses nachweislich lebensrettenden Effekts hat der ARBÖ vorige Woche über den Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC) eine Initiative für eine einheitliche Verwendung der Warnweste in ganz Europa gestartet, gemeinsam mit dem Delegationsleiter der SPÖ-Abgeordneten im Europaparlament, Mag. Jörg Leichtfried und unterstützt durch Österreichs Verkehrsministerin Doris Bures.

Mit der Online-Umfrage will der ARBÖ nun herausfinden, inwieweit sich die heimischen Autofahrerinnen und Autofahrer an das Gesetz halten und eine Warnweste im Auto mitführen. Zum Vergleich: Knapp eineinhalb Jahre nach Einführung der Warnwestenpflicht musste der ARBÖ im Herbst 2006 bei einer Österreichweiten Umfrage feststellen, dass 17 Prozent der Befragten gar keine Weste mitführten - Gesetz hin oder Gesetz her. Gefragt wird diesmal auch, ob die Warnweste griffbereit im Auto liegt, also im Handschuhfach oder in einem Seitenfach, jedenfalls aber im Fahrgastraum des Autos. Wenig Sinn hat es, die reflektierende Weste im Kofferraum zu verstauen, wo man sie im Falle des Falles erst mühsam suchen muss. Gefragt wird auch nach der Zahl der mitgeführten Westen. Im Fall einer Panne oder Unfalles ist es sinnvoll, dass sich nicht nur Lenkerinnen und Lenker mit der Warnweste schützen, sondern alle Fahrzeuginsassen, die aussteigen.

In Erinnerung ruft der Leiter des ARBÖ-Rechtsreferates, Mag. Gerald Kumnig auch die gesetzlichen Regeln zur Verwendung der Warnweste: "Auf Autobahnen und Schnellstraßen muss sie immer getragen werden, sobald sich die Lenker außerhalb des Fahrzeugs auf der Richtungsfahrbahn aufhalten (ausgenommen Autobahnparkplätze). Auf Freilandstraßen ist die Weste immer dann zu tragen, wenn das Fahrzeug auf der Fahrbahn zum Stillstand kommt und ein Pannendreieck aufgestellt werden muss, also bei einer unübersichtlichen Straßenstelle, bei witterungsbedingter schlechter Sicht und bei Dämmerung oder Dunkelheit." Die Warnweste muss der ÖNORM EN 471 entsprechen.

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