Vatikansprecher weist Verdächtigungen gegen den Papst zurück

Vatikanstadt, 13.03.10 (KAP) Vatikansprecher Federico Lombardi hat Papst Benedikt XVI. vor Verdächtigungen im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal in der deutschen Kirche in Schutz genommen. In den vergangenen Tagen hätten einige "mit einer gewissen Verbissenheit" Anhaltspunkte gesucht, um den Papst persönlich in Missbrauchsfälle zu verwickeln. "Für jeden objektiven Beobachter ist klar, dass diese Bemühungen gescheitert sind", erklärte Lombardi in einem Beitrag für Radio Vatikan am Samstag.

Der Sprecher verwies auf die Stellungnahme des Erzbistums München von Freitag zu einem pädophilen Priester aus Essen. Der Geistliche war Anfang 1980 unter dem Münchener Erzbischof Joseph Ratzinger in den Diözesanklerus aufgenommen und später durch eine Verfügung des damaligen Generalvikars Gerhard Gruber in der Seelsorge eingesetzt worden. Nach 1982, dem Jahr des Wechsels Ratzingers nach Rom, wurde der Geistliche erneut sexuell straffällig.

Lombardi betonte dazu, aus der Erklärung des Erzbistums gehe hervor, dass Ratzinger absolut nichts mit den betreffenden Personalentscheidungen zu tun habe, "in deren Folge es später zu den Missbräuchen kommen konnte". "Trotz des Sturms" sehe die Kirche gut den Weg, den sie gehen müsse, so Lombardi. Sie stehe "unter der sicheren und konsequenten Führung des Heiligen Vaters".

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