Teurer Winter für Kärntens Straßen

LH Dörfler: Winterdienst 2009/10 kostete zwölf Mio. Euro - über 21.000 Tonnen Streusalz aufgebracht - 5.755 Räumkilometer schnee- und eisfrei gehalten

Klagenfurt (OTS/LPD) - Dieser Winter war für die Kärntner Straßenerhaltung einer der teuersten seit Jahren. Grund dafür waren die früh einsetzenden und intensiven Schneefälle Ende November und Anfang Dezember. "Im November gab es in Kärnten die intensivsten Schneefälle seit 20 Jahren, im Dezember fielen die Schneemengen doppelt so hoch aus wie sonst in diesem Monat üblich", fasst Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler zusammen. Somit stiegen auch die Kosten bereits in den letzten Monaten des vergangenen Jahres extrem an. Für den gesamten Winterdienst 2009/10 mussten in Kärnten zwölf Mio. Euro aufgewendet werden.

Mit 132 Räumfahrzeugen und 500 handwerklichen Mitarbeitern in 19 Straßenmeistereien wurden 5.755 Räumkilometer auf Kärntens Landesstraßen schnee- und eisfrei gehalten. "Die Mitarbeiter unserer Straßenmeistereien leisteten hervorragende Arbeit. Ich und auch alle Kärntnerinnen und Kärntner sind ihnen zu großem Dank verpflichtet. Sie sind es, die egal zu welcher Tages- und Nachzeit zum Einsatz bereit stehen und im Sinne der Sicherheit auf Kärntens Straßen unterwegs sind", dankt Dörfler seinen Mitarbeitern.

Ausgerüstet mit 78 LKW, 54 Unimogs, 132 Streuern, 130 Pflügen sowie diversen Sondergeräten sorgen die Leute der Straßenmeistereien für gute und sichere Fahrt. Sie schaffen es, Kärntens Landesstraßen im Schnitt innerhalb von fünf Stunden befahrbar zu machen. Insgesamt wurden bisher 21.700 Tonnen Salz verbraucht. 52 Salzsilos stehen im Land bereit, die zusammen ein Füllungsvermögen von 9.000 Tonnen haben. Der Landeshauptmann rechnet damit, dass nach den Schneefällen der letzten Tage und den nach wie vor tiefen Temperaturen noch mehrere tausend Tonnen Salz in den nächsten Wochen benötigt werden.

Für ausreichend Salznachschub sorgt die Salinen Austria, die für das Land Kärnten ein verlässlicher Partner und Lieferant für Streusalz ist. "Die Salinen Austria hat uns, trotz europaweiter Streusalzknappheit im Februar 2010, ausreichend mit Salz versorgt", so Dörfler. Zudem hat Kärnten mit der Salinen Austria Nachbarschaftshilfe in der Euregio geleistet. "Unseren Freunden in Friaul-Julisch Venetien ist während des Schneechaos Anfang Jänner das Streusalz ausgegangen. Durch unsere guten Kontakte zu den italienischen Nachbarn und zur Salinen Austria konnten wir schnelle und unbürokratische Hilfe leisten und binnen kürzester Zeit die benötigte Menge an Salz bereit stellen", so Dörfler. Dies sei wieder ein Beispiel für eine perfekt funktionierende grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Regionen gewesen.

Bewährt habe sich auch die heuer erstmals eingesetzte Niederschlagsprognose der Zentralanstalt für Meteorologie. Mit präzisen Wettervorhersagen im 15 Minuten-Rhythmus konnten die Einsatzplaner der Kärntner Straßenerhaltung auf Wetterumschwünge und Veränderung punktgenau und vor allem zeitgerecht reagieren.

Dörfler kann jedenfalls eine positive Bilanz ziehen: "Der Winter war intensiv und unsere Mitarbeiter der Straßenmeistereien waren tausende Stunden im Einsatz. Wir konnten die Straßen schnellstens von Schnee und Eis befreien und somit die Sicherheit auf Kärntens Verkehrswegen gewährleisten." Obwohl derzeit noch tiefwinterliche Wetterverhältnisse vorherrschen, sind in den Kärntner Straßenmeistereien schon die Vorbereitungsarbeiten für das kommende Frühjahr getroffen worden. Kehrmaschinen und Mähgeräte stehen schon für ihren Einsatz bereit.
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