Abt von Kremsmünster: "Sind volle Aufklärung schuldig"

Linz, 11.03.10 (KAP) Um die aktuellen Missbrauchsvorwürfe gegen drei Patres des Stiftes Kremsmünster aufzuklären, sucht das Stift die enge Zusammenarbeit mit der Diözese Linz und staatlichen Stellen. "Eine vollständige Aufklärung der Vorwürfe sind wir den Mitbrüdern und der Öffentlichkeit schuldig", betonte Abt Ambros Ebhart am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Stift. Er sei in den letzten beiden Tagen von fünf Personen mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert worden und werde bei der Aufklärung mit staatlichen und diözesanen Stellen gleichermaßen zusammenarbeiten, so Abt Ambros. Man werde die diözesane Kommission gegen Missbrauch und Gewalt mit sämtlichen Vorwürfen befassen und deren Empfehlungen umsetzen.

"Ich bedaure es sehr, dass Menschen in unseren Einrichtungen solche Gewalterfahrungen machen mussten", so der Abt. Die Vorwürfe betreffen sowohl gewalttätige Übergriffe als auch sexuellen Missbrauch an ehemaligen Schülern des zum Stift gehörenden Internats. In der aktuellen Ausgabe der "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) hatte ein ehemaliger Internats-Zögling zuvor bereits drei Patres des Stiftes beschuldigt, in den 1980er-Jahren Schüler geschlagen und sexuell missbraucht zu haben.

Wie Abt Ambros weiters betonte, wird sich die diözesane Kommission gegen Missbrauch und Gewalt mit den Vorwürfen befassen. Bis die Vorwürfe geklärt sind, seien die beschuldigten Mitbrüder - alle drei sind bereits über 75 Jahre alt - ihrer Ämter und Aufgaben enthoben worden.

Der Abt warnte vor "Pauschalverurteilungen"; er könne freilich nicht garantieren, dass nicht noch weitere Fälle bekannt würden: "Meine Hand ins Feuer legen kann ich nicht."

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