Scheele: Leitfaden zur gesundheitlichen Versorgung gewaltbetroffener Frauen

Implementierung des Themas in die Regelausbildung der Gesundheitsberufe notwendig

St. Pölten (OTS/SPI) - "Die Beschäftigten in den verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens sind sehr häufig die ersten AnsprechpartnerInnen für von Gewalt betroffene Frauen. Doch auf Grund der oft fehlenden Ausbildung sind sie mit dieser Situation selbst überfordert. Denn bislang fehlt leider eine einheitliche und verpflichtende Verankerung des Themenkomplexes Gewalt in der medizinischen und pflegerischen Ausbildung. Daher ist der gestern in Wien präsentierte Leitfaden zur gesundheitlichen Versorgung gewaltbetroffener Frauen ein ganz wesentlicher Schritt in die richtige Richtung", macht NÖ-Gesundheitslandesrätin Mag.a Karin Scheele deutlich. Der Leitfaden für Krankenhaus und medizinische Praxis ist eine Grundlage für die Aus- und Weiterbildung des Pflegepersonals und der MedizinerInnen.

Gewalt gegen Frauen nimmt noch immer zu. Nach Schätzungen ist jede fünfte Frau von Gewalt betroffen. "Die Forderung nach einer Implementierung des Themas in die Ausbildung ist nicht nur für die bessere Behandlung der Opfer selbst und eine optimierte Beweissicherung wichtig, sondern auch zum Schutz der Beschäftigten wichtig und notwendig. Wer sich unvorbereitet den schweren Schicksalen der betroffenen Frauen gegenüber sieht, ist selbst in Gefahr, eine sekundäre Traumatisierung zu erleben", so Scheele. "In Niederösterreich gibt es schon bisher hervorragende Weiterbildungskurse, die auch sehr gut angenommen werden, eine verpflichtende Ausbildung in dieser Hinsicht fehlt allerdings noch", so Landesrätin Scheele.

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