Missbrauch: Ordensgemeinschaften kooperieren bei Aufklärung

Wien, 11.03.10 (KAP) Die österreichischen Stifte, Klöster und Ordenseinrichtungen werden bei der Aufklärung der aktuellen Missbrauchsvorwürfe "voll und ganz" mit den Ombudsstellen der Diözesen kooperieren. Dies erklärten die Vorsitzenden der Österreichischen Superiorenkonferenz und der Vereinigung der Österreichischen Frauenorden in einer Presseerklärung am Donnerstag. Man wolle sich den von der Bischofskonferenz vorgelegten Schritten zur Aufarbeitung vorbehaltlos anschließen.

Man sei "über das Ausmaß derartiger Übergriffe in einer Reihe von Stiften, Klöstern und Ordenseinrichtungen betroffen" und werde aktiv die Zusammenarbeit suchen. Zugleich bitten die Unterzeichner die Opfer um Entschuldigung. "Heute brechen diese nicht geheilten Wunden auf", zugleich sei "das Vertrauen gegenüber Stiften, Klöstern und Ordenseinrichtungen tief erschüttert". Die aktuellen Missbrauchsfälle erfüllten die Orden "mit Bestürzung und Scham".

Im Gespräch mit "Kathpress" wies der Generalsekretär der Superiorenkonferenz, P. Erhard Rauch, darauf hin, dass sich seit einigen Jahren jeder Bewerber vor dem Ordenseintritt einer ausführlichen Überprüfung unterziehen müsse. Der Frage nach einer reifen Sexualität müsse allerdings in den Orden noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden, räumte P. Rauch ein.

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