VCÖ: Erdölabhängigkeit des Verkehrs verringern - Ökologisierung der Steuern rasch umsetzen

VCÖ: Energieverbrauch des Verkehrs besorgniserregend hoch

Wien (OTS) - Der heute von Wirtschaftsminister Mitterlehner und Umweltminister Berlakovich präsentierten Energiestrategie müssen nun konkrete Taten folgen. Als zentralen Hebel sieht der VCÖ die Ökologisierung der Steuern. Sorge bereitet der hohe Energieverbrauch des Verkehrs. Der VCÖ fordert über eine CO2-Abgabe eine höhere Besteuerung der Treibstoffe.

"Der Verkehr hängt derzeit am Erdöl wie ein Junkie an der Nadel. Die Energiestrategie macht Österreich vom Erdöl unabhängiger, vorausgesetzt die vorgeschlagenen Maßnahmen werden rasch umgesetzt", stellt VCÖ-Experte DI Martin Blum fest. Positiv sieht der VCÖ die Verankerung von Klimazielen in der Raumordnung, die Verbesserungen beim Öffentlichen Verkehr und die Forcierung der Elektro-Mobilität. "Die Zersiedelung und der Wildwuchs an Einkaufszentren am Stadtrand ist zu stoppen. Wir brauchen eine Raumordnung der kurzen Wege", so der VCÖ. Ein österreichweiter Taktfahrplan nach Schweizer Vorbild bedeutet mehr Bahn- und Busverbindungen.

Als zentralen Hebel sieht der VCÖ die Ökologisierung der Steuern. Die CO2-Abgabe auf Treibstoffe ist rasch einzuführen. Die Einnahmen sind in die Verbesserung der klimafreundlichen Mobilität zu investieren. "Die Umsetzung der Energiestrategie trägt auch zur Budgetsanierung bei, weil sie zur Verlagerung des Verkehrs auf klimafreundliche Verkehrsmittel führen wird. Deshalb ist der Ausbau von Autobahnen und Schnellstraßen in der geplanten Form nicht mehr nötig. Hier besteht ein Einsparungspotenzial von mehreren Milliarden Euro", betont VCÖ-Experte Blum.

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