Scheuch: Aufklärungsmechanismen und Operhilfe bei Kindesmissbrauch verbessern

Land Kärnten richtet Anlaufstelle für Missbrauchsopfer ein

Klagenfurt (OTS) - "Kindesmissbrauch gehört noch rigoroser aufgeklärt und bestraft", fordert FPK-Obmann DI Uwe Scheuch angesichts der laufenden Diskussion. "Die derzeitige Vorgehensweise ist sicherlich nicht ausreichend - sowohl bei den Aufklärungsmechanismen als auch bei der Opferhilfe. Das Land Kärnten hat deshalb als ersten Schritt eine unabhängige, kostenlose und anonyme Anlaufstelle für Opfer von Missbrauch eingerichtet. In weitere Folge muss es umgehend zu strengeren gesetzlichen Regelungen kommen", meint Scheuch.

Man werde der katholischen Kirche, aber vor allem den Opfern in dieser schwierigen Situation zur Seite stehen. "Momentan herrscht bei diesem Thema eher die Politik des Zudeckens statt des Aufdeckens, des Wegschauens statt Hinschauen. Das muss sich sofort ändern. Kindesmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt, das durch Versetzungen kirchenintern behoben werden kann", stellt FPK-Obmann Scheuch fest.

"Derzeit liegt ein alles zudeckender Nebel des Leugnens über dem Land. Der muss sich lichten. Da sind alle Beteiligten zum Wohle unserer Kinder gefordert", stellt Scheuch klar. Daher fordern die Freiheitlichen in Kärnten, so der FPK-Obmann, folgende Verbesserungen im Kampf gegen Kindesmissbrauch:

  • Eine deutliche Erhöhung des Strafrahmens
  • Die Abschaffung von Verjährungsfristen
  • Die sofortige Suspendierung bei dringendem Tatverdacht
  • Die Beendigung der Praxis bloßer Versetzungen als Strafe
  • Eine Anzeigepflicht und zwingende Information der Staatsanwaltschaft bei Verdachtsfällen (Vorbild Ärztegesetz)
  • Die verpflichtende Einbindung externer Ombudsstellen zur Entlastung kircheninterner Stellen

Man habe daher beim Land eine Anlaufstelle für Missbrauchsopfer eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0800-211 390 erhält man sowohl psychologische Hilfe als auch rechtlicher Beistand.

"Es ist skurril, dass kircheninterne Instanzen teilweise bis nach Rom reichen, bevor der Staat involviert wird. Das muss sich ändern, weil die Hemmschwelle schon jetzt sehr hoch ist, sich zu melden", so Scheuch. Es gelte das Motto "Opferschutz statt Täterschutz!" "Bei Kindesmissbrauch hat die volle Härte des Gesetzes ohne Verzögerung wirksam zu werden. Kinder sind besonders schützenswert", schloss Scheuch.

(Schluss/le)

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