Kuntzl zu Bologna-Prozess: Kritische Bilanz ziehen und rasch evaluieren!

Verständnis für Proteste von Studierenden, Lehrenden und Forschenden

Wien (OTS/SK) - "Anstatt zehn Jahre Bologna-Prozess nur zu feiern, sollte dieser einer kritischen Bilanz unterzogen werden", erklärt SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl. Dies insbesondere in Hinblick auf klar definierte Ziele, wie etwa Mobilität von Studierenden und Lehrenden, soziale Durchlässigkeit oder die Verbesserung der Anrechnung. "Die SPÖ fordert eine exakte Evaluierung der Umsetzung in Österreich, damit die notwendigen Nachbesserungen getroffen werden können", so Kuntzl. Die Wissenschaftsministerin sei dringend gefordert, diese Evaluierung durchzuführen. "Valide Daten schaffen eine solide Basis, ob und in welchem Ausmaß wir die Ziele des Bologna-Prozesses erreicht haben", betont Kuntzl, die insbesondere die sozialen und geschlechterspezifischen Auswirkungen der Umstellung auf das Bologna-System beleuchtet wissen will. ****

"Jedenfalls müssen aber auch konkrete Verbesserungen im Bereich der dreigliedrigen Studienpläne getroffen werden, ein vierjähriges Diplomstudium lässt sich nicht einfach in ein dreijähriges Bachelor-Studium pressen, das ist problematisch", so Kuntzl. Einfach die freien Wahlfächer zu streichen, reduziere die Freiräume für Studierende. "Die Verantwortlichen an den Universitäten haben diese Probleme großteils bereits erkannt. Daher gehe ich davon aus, dass sich bereits in den nächsten Jahren einiges an den Universitäten verbessern wird", so die SPÖ-Wissenschaftssprecherin abschließend. (Schluss) mb/mp

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