FPÖ-Weinzinger: FPÖ fordert Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone

FPÖ-Forderung wird vom Präsident des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn bestätigt

Wien (OTS) - Die FPÖ tritt dafür ein, dass Griechenland aus der Eurozone ausgeschlossen wird. "Staaten wie Griechenland sollten gezwungen werden, ihre alten Währungen wieder einzuführen. Die wirtschaftlichen Kennzahlen rechtfertigen nicht einen Verbleib in der Währungsunion." Dies forderte heute der Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich und FPÖ-Finanzsprecher, NAbg. Lutz Weinzinger. "Tatsache ist, dass Griechenland auf Basis falscher Wirtschaftsdaten dem Euro beigetreten ist." Bestätigt sieht Weinzinger nunmehr seine Forderung auch durch die aktuellen Aussagen des führenden Wirtschaftsforschers, Präsident des ifo-Institutes Hans-Werner Sinn. Dieser trete auch dafür ein, dass Staaten wie Griechenland, deren wirtschaftlichen Kennzahlen einen Verbleib nicht rechtfertigen, aus dem Euroraum auszuschließen seien.

Weinzinger hob hervor, "dass Griechenland für die EU zu einem 'Fass ohne Boden' werden könnte. Es droht aber auch zu einem verhängnisvollen Präzedenzfall zu werden - immerhin droht auch Spanien, Portugal, Irland und Italien ein ähnliches Schicksal." Zudem stehe man heute vor dem "Diktat des Faktischen": Die Staaten Südeuropas haben ein großes Problem mit der Währungsunion, da sie den Wechselkursmechanismus nicht mehr einsetzen können. "Für diese Staaten wäre es notwendig, zumindest die Möglichkeit eines 'geordneten Rückzugs' aus dem Euro zu schaffen."

Der FPÖ-Finanzsprecher sieht die Position der Freiheitlichen auch darin bestätigt, dass Präsident Sinn klar sagt, "wenn Griechenland aus dem Euro austritt, kann es abwerten, kann sein Leistungsbilanzdefizit verringern." Damit die Griechen im Euro-Verbund bleiben könnten, müsste man ihnen Geld schenken. Dies widerspreche klar dem Vertrag zur Währungsunion. "Die Demonstrationen auf den Straßen Athens zeigen klar, dass der eingeschlagene Weg Griechenlands und Brüssels über Steuererhöhungen und Lohnkürzungen von den Bürgern nicht mitgetragen wird", betonte Weinzinger.

Jahrelang hätten die Griechen ihre Statistiken gefälscht. "Nun stehen sie vor einem budget- und finanzpolitischen Trümmerhaufen. Nur der Austritt aus der Währungsunion kann verhindern, dass der Euro destabilisiert wird und somit die anderen EU-Staaten und auch Österreich massiv in wirtschaftspolitische Schwierigkeiten kommen", kritisierte Weinzinger. Ein entsprechender Antrag der FPÖ, nach Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone wurde im gestrigen Finanzausschuss von den anderen Fraktionen abgelehnt.

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