Vilimsky zu Fall Krems: Schauprozess gegen Kremser Polizisten ist Ausdruck völliger Verquertheit gesellschaftlicher Entwicklungen!

Staatsanwaltschaft, "Experten" und der Richter führen großes Wort, ohne jemals selbst Erfahrung mit Einsatzbedingungen gemacht zu haben

Wien (OTS) - Man könne sich des Eindrucks schwer erwehren, dass Kriminelle in Österreich mehr Schutz und Vertrauen genießen, als unsere Ordnungshüter, die jeden Tag ihre Gesundheit - und auch ihr Leben - einsetzen, um der Bevölkerung Schutz und Hilfe zu leisten. So tragisch es auch ist, dass es in Krems zu einem Todesfall bei einem minderjährigen Kriminellen gekommen ist, dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass in einer gesellschaftlichen "Normalsituation" zunächst einmal der Polizist einen uneingeschränkten Vertrauensvorschuss erhalten sollte. In Österreich befinde sich dieser allerdings inmitten eines Schauprozesses ohne jegliche Rückendeckung, der dazu führt, dass künftig unsere Ordnungshüter wahrscheinlich vielen gefährlichen Situationen aus dem Weg gehen werden, weil sie sich des Rückhalt von Politik und Gesellschaft nicht mehr sicher sein können, so heute FPÖ-Generalsekretär und Sicherheitssprecher NABg. Harald Vilimsky.

Bei den zahlreichen Äußerungen der Staatsanwaltschaft und "Experten" könne man sich des Eindrucks nicht erwehren, als hätten sie selbst schon eine Vielzahl von Einsätzen hinter sich und seien quasi Veteranen der Polizeiarbeit. Faktum sei jedoch, dass sich diese wahrscheinlich nicht einmal theoretisch mit der Extremsituation eines Einsatzes je vertraut gemacht haben und heute groß Wort führen. Besonders beachtlich sei die suggestive Fragestellung des Richters, ob der Polizist "in den Fight übergangen" sei, "auf der Jagd" gewesen und unter "Adrenalin" gestanden sei. Die Vorverurteilung sei offensichtlich. Bei aller Wertschätzung der heimischen Gerichtsbarkeit gegenüber, scheint es hier an Objektivität und Neutralität völlig zu mangeln, kritisierte Vilimsky.

"Ich glaube der Darstellung des Polizisten. Es hat sich um eine Extremsituation gehandelt und die Furcht des Beamten sei nachvollziehbar. Niemand konnte auch feststellen, ob es sich bei dem zu Tode gekommenen, um einen eher harmlosen 14-jährigen oder einen brutalen Gewaltverbrecher handelte. Ungeachtet dessen, wie dieser Prozess ausgeht, wird er zur Folge haben, dass Polizisten künftig dreimal überlegen, ob sie in einer Gefahrensituation Gebrauch von der Dienstwaffe machen oder nicht bzw. überhaupt aus Sorge um die eigene wirtschaftliche Existenz Gefahrensituationen aus dem Weg gehen könnten. "Ich habe als Sicherheitssprecher bei meinen vielen Kontakten zu Polizisten noch keinen einzigen getroffen, wo ansatzweise der Verdacht bestünde, dass jemand aus Jux und Tollerei seine Dienstwaffe benutzt. Wenn künftig Polizisten in einem Gefahrenszenario stecken und sich oder andere verteidigen müssen, werden sie möglicherweise zögern und damit sich selbst und andere schutzwürdige Personen gefährden. Das mögen sich diejenigen ins Stammbuch schreiben, die für den aktuellen Schauprozess verantwortlich sind und ihn anheizen", so Vilimsky. (Schluß)

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