VP-Schulpickerl ist kein Ersatz für Neue Mittelschulen

Frais: "Gütesiegel für Schulen sorgen für Verwirrung bei Eltern und SchülerInnen!"

Linz (OTS) - "Mut- und kraftlos präsentiert sich die ÖVP, wenn es um Verbesserungen im Schul- und Bildungsbereich geht. So war die Landes-VP in der jüngsten Landtagssitzung nicht einmal bereit, für die nachträgliche Genehmigung der abgelehnten Neuen Mittelschulen in Oberösterreich einzutreten. Das neue Schulpickerl von Bildungsreferentin Hummer verstärkt sogar das Signal an den Bund, dass Oberösterreich gar nicht bereit ist für mehr Neue Mittelschulen zu kämpfen!", stellt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais klar. Inhaltlich hält Frais wenig vom VP-Schulpickerl, denn schon bisher sei es die Aufgabe des Landesschulrats dafür zu sorgen, dass innovativer und qualitativ hochwertiger Unterricht an allen Schulen stattfinde.

Zwei wesentliche Erfolgsfaktoren der Neuen Mittelschule - die Kooperation von AHS/BHS-LehrerInnen mit HauptschullehrerInnen und die zusätzlichen Unterrichtseinheiten - sind in den VP-Plänen nicht enthalten. "Ich kann das VP-Schulpickerl daher nur als Verlegenheits-und Scheinlösung bezeichnen, die einen negativen Beigeschmack hat -nämlich zu weiterer Verwirrung von Eltern und SchülerInnen führt. Außerdem stellt sich die Frage inwieweit ein Landes-Gütesiegel in anderen Bundesländern anerkannt wird", argumentiert Frais.

Die Landes-VP ist mit ihrem langen Zögern beim Zugang zur Neuen Mittelschule für die unzureichende Anzahl an Neuen Mittelschulen in Oberösterreich mitschuldig. "In der 1. und 2. Tranche wurden sämtliche Schulversuchsanträge, die den Kriterien entsprochen haben, genehmigt. Oberösterreich war aber erst in der 3. Tranche mit einer breiten Anzahl von Schulen vertreten und ist damit an der bundesweiten 10-Prozent-Schranke gescheitert, zu deren Änderung wiederum die Bundes-VP absolut nicht bereit war", bringt es Frais auf den Punkt.

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