FPÖ: Strache: Österreicher vermissen klare Verurteilung der Kindesmissbrauchsfälle in Kirche durch Bundespräsident Fischer

Schweigen widerspricht Selbstinterpretation als moralische Autorität und ist Gegenteil von "Politik mit Gewissen"

Wien (OTS) - "Die österreichische Bevölkerung vermisst - so wie auch die FPÖ - eine klare und unmissverständliche Verurteilung der Kindesmissbrauchsfälle in der katholischen Kirche, wie sie jetzt in einer erschreckenden Vielzahl täglich zu Tage treten, durch Bundespräsident Heinz Fischer. Es kann doch nicht sein, dass jemand, der für sich in Anspruch nimmt, offenbar in einer Art Alleinstellung Politik mit Gewissen zu machen, sich ausgerechnet in dieser Frage eines der schändlichsten Vergehen an den Wehrlostesten und Schutzbedürftigsten derart verschweigt", kritisierte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache heute die Schweigestrategie des amtierenden Bundespräsidenten.

Eine solche eindeutige Aufforderung zu Schutzmaßnahmen für Kinder, zu umfassender Entschädigung und zur Schaffung eines strengen Systems, das solche Fälle auch, aber nicht nur in der Kirche aufkläre und für die Zukunft so weit nur irgendwie möglich unterbinde, habe nichts mit einer unzulässigen Einmischung in kirchliche Angelegenheiten zu tun, so Strache weiter. Die Bevölkerung erwarte sich im Gegenteil eine klare und eindeutige Positionierung des Staatsoberhaupts in einer Frage, die wesentlich für das Selbstverständnis und Selbstwertgefühl einer Gesellschaft sei. Man müsse jene, die sich etwas zuschulden kommen ließen, und jene, die die Täter deckten, zur Verantwortung ziehen. Gleichzeitig müsse man jene schützen, die sich nichts zuschulden kommen ließen. Das sei eine mühsame Aufgabe, der man sich aber stellen müsse.

"Unserem Bundespräsidenten war es zwar offensichtlich ein so großes inneres und moralisches Anliegen, sich gegen alle Entscheidungen der dafür zuständigen rechtlichen Institutionen für einen Verbleib von Arigona Zogaj im Land auszusprechen. Aber jetzt, wo täglich neue schreckliche Fälle von Kindesmissbrauch aufkommen, von denen leider zu vermuten ist, dass es sich nur um die Spitze eines Eisbergs handelt, hüllt er sich in Schweigen. Da ist man als Bürger und Elternteil fassungslos. Worauf wartet der Bundespräsident? Mit wem muss er sich diplomatisch abklären, bis er etwas von sich gibt", so Strache.

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