VIER PFOTEN kritisiert Verordnungsentwurf: Kaninchen-Käfigverbot korrekt umsetzen!

Käfige ab 2012 laut Gesetz verboten - laut Verordnungsentwurf erlaubt!

Wien (OTS) - Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN geht für Kaninchen auf die Barrikaden: 2007 wurde ein Käfigverbot ab 2012 erkämpft. Minister Stögers Verordnungsentwurf widerspricht aber dem Gesetz seiner Vorgängerin und erlaubt weiterhin Käfige. "Unfassbar! Wir verstehen nicht, warum ein Tierschutzminister Kaninchen gesetzwidrig einsperren will!", so Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. "Ich hoffe, dass sich der Tierschutzrat im Ministerium vehement dagegen ausspricht. Dieser Entwurf widerspricht eindeutig dem Tierschutzgesetz und kann so von niemandem akzeptiert werden."

Konkret betrifft die Änderung die 1. Tierhaltungsverordnung (Anlage 9). Die Änderungen beinhalten zwar manche positive Neuerungen für junge Mastkaninchen. Deren Mütter, Väter oder etwa Rassekaninchen und Haustiere sollen aber demnach ihr Leben weiterhin in engen Käfigen fristen. "VIER PFOTEN fordert dringend gleiche Behandlung aller Kaninchen, egal zu welchem Zweck sie gehalten werden. Es geht nicht an, dass Mastkaninchen für die kurze Zeit ihres Lebens käfigfrei leben dürfen, während beispielsweise Zuchthäsinnen ihr gesamtes Leben allein hinter Gittern und maximal im Sichtkontakt mit anderen Tieren fristen müssen. Kaninchen sind sehr soziale Tiere, die nur in Gruppen gehalten werden sollten", so Stadler.

Es gibt bereits eine wirklich gute Empfehlung zur Kaninchenhaltung: die ÖNORM S1004. Diese beinhaltet - im Gegensatz zum Verordnungsentwurf - eine genaue Regelung der Auslaufhaltung sowie die Vorschrift der Gruppenhaltung. "Beide Punkte sind im Verordnungsentwurf nicht einmal erwähnt", betont Stadler.

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