ÖH der Medizinischen Universität Graz mahnt zum 8. März

"Taten statt Worte"!

Graz (OTS) - Anlässlich des Weltfrauentag am 8. März gibt es seitens des Referates für Frauen und Gleichbehandlung der ÖH der Medizinischen Universität Graz (MUG), unter der Leitung von Martina Janisch, die Aufforderung an die Politik, in der Causa Frauenförderung den Worten nun auch Taten folgen zu lassen.

Die Problematik der Gleichbehandlung veranlasst dazu, Druck auf die verantwortlichen Politiker/Innen auszuüben.

Im Bezug auf die MUG weist Janisch auf die hervorragende Broschüre "blickpunkt:gender" der Gender Unit der Medizinischen Universität Graz hin, in der z.B.: auf die Diskrepanz zwischen der Anzahl an weiblichen Studierenden (59,3 %) und der Anzahl an Professorinnen (9,8 %) an der MUG hingewiesen wird.

Die UV der ÖH der Medizinischen Universität Graz findet die Bemühungen um Verbesserung dieser Situation mehr als erstrebenswert. Diese wünschenswerten Förderungen von Frauen fordern in erster Linie mutige Politiker/Innen heraus, die zu ihren Entscheidungen stehen und sie auch umsetzen (wie dies vor ca. 20 Jahren in den skandinavischen Ländern mit Erfolg geschehen ist).

Janisch weist auf einige Schwerpunkte hin:

1.) Modifiziertes Mutter- und Vaterbild (z.B.: verpflichtende Karenz für Väter, kritische Beleuchtung des allgemeinen Familienbildes,...) 2.) Österreichweites einheitliches und ausgeweitetes Betreuungsangebot für Kinder (Kinderkrippen, Kindergärten, Ganztagsschulen, Ferienbetreuung, uvm!) 3.) Ernsthaftes Interesse von Unternehmen weibliche Talente zu fördern! 4.) Neues Image für den Feminismus! 5.) Schließung der Lohnschere.

Auch bezüglich der Lehre gibt es Anregungen der ÖH, bestimmte Themen vermehrt im Pflichtcurriculum anzubieten.

Janisch meint: Zu diesen gehört vor allem Gender Medicine, aber auch die Thematik der gesundheitlichen Folgen von Gewalt. Es ist bekannt, dass das Gesundheitswesen die erste Anlaufstelle von Gewaltopfern ist. Eine Sensibilisierung kann nicht früh genug erfolgen!"

Weiters unterstützt die UV der ÖH der MUG folgende Forderungen der ÖH BV:

"Gleichstellungsmaßnahmen von Frauen und Männern in der Arbeitswelt; die Schließung der Lohnschere mittels innerbetrieblicher Offenlegung der Gehälter und Zuschüssen sowie Sanktionsmaßnahmen bei Nichteinhaltung; mehr Frauen in die Wissenschaft; wirksame Frauenförderung an den Hochschulen durch Quoten in allen Strukturen; Mentoring von Studentinnen und jungen Wissenschaftlerinnen und verpflichtende Genderlehrveranstaltungen in allen Studienrichtungen; ein Ende der sexistischen Werbung in der Medienlandschaft; bundesrechtliche und auf lange Sicht europarechtliche Regelungen zum Verbot von sexistischer Werbung nach Beispielen aus Deutschland und der Schweiz sowie die Förderung feministischer Medien."

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/3293

Rückfragen & Kontakt:

HochschülerInnenschaft an Medizinische Universität Graz
Martina Janisch, Referentin für Frauen und Gleichbehandlung
Tel.: +43/699/10849909
Mail: oeh-frauen@medunigraz.at

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