ÖH Uni Wien: Kritik an miserabler Umsetzung der erklärten Bologna-Ziele

Aufruf zur Teilnahme an Aktionen, Demonstrationen und Workshops um für freie, emanzipatorische Bildung für alle zu kämpfen

Wien (OTS) - Von 11. bis 12. März findet der "Bolognagipfel" in Wien statt, bei dem europäische BildungsministerInnen vermeintliche Erfolge in der Hochschulpolitik und sich selbst feiern. Das erklärte Ziel des Bologna Prozesses war die Errichtung eines europäischen Hochschulraums, in dem gemeinsames Forschen, Lehren und Studieren ohne Barrieren möglich ist.

"Neben einer grundsätzlichen Kritik an dem Bachelor-Master-Studienmodell und seiner implizierten ausschließlichen Ausrichtung am Arbeitsmarkt, muss auch festgehalten werden, dass die vorgeblichen Ziele von Internationalisierung und Mobilität nicht erreicht wurden. So ist zum Beispiel nicht einmal die Anrechnung eines Studiums zwischen Innsbruck und Wien gewährleistet", so Veronika Helfert, Vorsitzteam ÖH Uni Wien.

Unter dem Deckmantel von Bologna wurde die österreichische Hochschullandschaft neoliberal umgestaltet.
"Ministerin Karl lässt keine Gelegenheit aus, Zugangsbeschränkungen zu fordern, und ignoriert dabei offensichtliche Folgen: soziale Selektion, die Schaffung einer Bildungselite. Damit werden bestehende Gesellschaftsstrukturen nur verstärkt statt aufgehoben", so Flora Eder, ÖH Uni Wien Vorsitzteam

Die Mitbestimmung von StudentInnen wurde entgegen der Bologna-Deklaration sukzessive abgebaut."Von der Abschaffung der ÖH-Direktwahl bis hin zur Einführung von Erweiterungscurricula, die StudentInnen daran hindern, selbstbestimmt Schwerpunkte während ihrem Studium zu setzen - Diese Liste lässt sich unendlich fortsetzten", schließt Oona Kroisleitner vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien

Die ÖH Uni Wien ruft daher alle StudentInnen zur aktiven Teilnahme an Aktionen, Workshops und Protesten auf, um für freie und emanzipatorische Bildung für alle zu kämpfen.
Demonstration, Treffpunkt: Donnerstag, 15:00 Westbahnhof

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