FPÖ-Hofer: Familien haben ein Recht auf kompetente Scheidungsrichter!

Norbert Hofer begrüßt den Vorschlag des Wiener Rechtsanwaltspräsidenten Auer zur Neuorganisation der familiengerichtlichen Tätigkeit

Wien (OTS) - "Ich halte die Idee von Herrn
Rechtsanwaltspräsidenten Auer, familienrichterliche Angelegenheiten von den Bezirksgerichten zu den Landesgerichten zu verlagern, für eine sehr gute Idee, meint NAbg. Norbert Hofer, Sprecher der Plattform Trennungsopfer. Die FPÖ fordere schon seit Jahren eine bessere Ausbildung für Familienrichter. "Ich stimme mit dem Rechtsanwaltskammerpräsidenten auch darin überein, dass wir bei den Familienrichtern an den Bezirksgerichten große Problemzonen haben. Die vielen Fälle der Plattform Trennungsopfer belegen mir das täglich aufs Neue. Ich würde mir wirklich wünschen, dass mit Trennungsfamilien, angesichts der schwierigen Lage für alle daran beteiligten Personen, mit besonderer Sorgfalt und Fachkompetenz umgegangen wird und nicht wie bisher, unerfahrene, völlig überforderte Berufsanfänger mit komplexen und sensiblen Scheidungsverfahren konfrontiert werden", so Hofer. Die Folgen davon seien unnötige Verfahrensverschleppungen und häufige Richterwechsel.

"Das ist purer Stress, der oft weit über die Belastbarkeitsgrenze alle Beteiligten hinaus geht. Die Hauptleidtragenden sind aber immer die Kinder, die im schlimmsten Fall zu psychosozialen Problemkindern gemacht werden. Die letzte OECD Studie über Österreichs Jugend sollte uns zu denken geben. Der aktuelle Bericht der "Liga für Kinder- und Jugendgesundheit" zeigt sehr deutlich, dass es äußerst schlecht um die psychische und physische Gesundheit unserer Jugend bestellt ist. Pro Jahr werden nach Schätzungen des Familienministeriums bundesweit rund 21.000 Minderjährige - zwei Drittel aus Scheidungen, ein Drittel unehelich - zu Scheidungswaisen. Erfahrene Richter, wie wir sie auf Landesgerichten vorfinden, wären also ein großer, wichtiger Schritt zur Verbesserung der gegenwärtig oft katastrophalen Zustände bei Österreichischen Scheidungsverfahren", hält Hofer fest und verlang abschließend: "Die wichtigste Maßnahme wäre aber immer noch, die Einführung der verpflichtenden gemeinsamen Obsorge als Regelfall. Die von mir initiierte Petition dazu, werde ich demnächst einbringen!"

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