WKÖ-Schenner: Tourismus ist Österreichs Motor aus der Krise - ca. 4.000 offene Stellen

Schenner bei ITB Berlin: Forderungen nach praktikablerer Gastgartenöffnung, Steuer-pauschalierung für Gastronomie, Attraktivierung des Wintersports und Internetoffensive

Wien (OTS/PWK201) - "Der Tourismus ist in konjunkturell
schwierigen Zeiten der Motor des Wirtschaftstandort Österreichs. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generiert 16 Prozent des heimischen Bruttoinlandsproduktes, das entspricht 45,4 Milliarden Euro", sagt Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), heute, Mittwoch, vor Medienvertretern bei der ITB in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin. Diese Messe ist eine Plattform für das globale touristische Angebot, sie hat heute begonnen und dauert bis zum 14. März 2010.

"Trotz angespannter Arbeitsmarktsituation kann der österreichische Tourismus seinen Mitarbeiterbedarf nicht abdecken", hebt Schenner aktuelle Zahlen vom Februar 2010 hervor: "Die Branche bietet circa 5.300 Personen sofort einen Job oder einen Ausbildungsplatz mit Standortgarantie an. Es gibt 3.890 offene Stellen und 1.484 offene Lehrstellen. Der Tourismus ist daher der primäre Motor des heimischen Arbeitsmarktes."

Der Tourismusobmann fordert gesetzliche Anpassungen an veränderte Gegebenheiten, damit die Betriebe weiterhin wettbewerbsfähig bleiben:
"Derzeit kämpfen wir bei der Gastgartennovelle für eine praktikablere Lösung bei den Gastgartenöffnungszeiten mit einer Betriebszeitengarantie von 22 Uhr für Gastgärten auf Privatgrund bzw. 23 Uhr für Gastgärten auf öffentlichem Grund. Aber auch eine Steuerpauschalierung in der Gastronomie bis 700.000 Euro Umsatz für die Kleinbetriebe steht ganz oben auf der Agenda."

Eine weitere Forderung stellt die Attraktivierung des Wintersports dar: "Allein durch den Wegfall der verpflichtenden Schulskikurse ist uns eine halbe Million potenzieller Wintersportler verloren gegangen. Deshalb müssen die Wintersportwochen im Interesse des Gesundheit unserer Kinder aber auch des Wirtschaftsstandortes gefördert werden", so Schenner.

"Innovation ist ein entscheidender Faktor für unsere Wettbewerbsfähigkeit", ist Schenner überzeugt und ruft eine Internetoffensive für die Tourismuswirtschaft aus: "Egal ob im Hotelzimmer, im Cafe, am Pool oder auf der Schihütte - das Internet sollte heutzutage für alle überall zur Verfügung stehen." Der Tourismusobmann fordert eine Förderung in der Höhe von einem Drittel der anfallenden Kosten. Die Subventionen sollten mittels Schwerpunktaktion der Österreichische Hotel- und Tourismusbank, kurz ÖHT, ausbezahlt werden.

Eine stärkere Vernetzung plant die rot-weiß-roteTourismuswirtschaft unter anderem mit der Landwirtschaft und veranschaulicht die enge Verflechtung an einem Beispiel: "Viele unserer Gäste machen Urlaub am Bauernhof, nützen aber gleichzeitig das Angebot unserer gewerblichen Freizeitbetriebe, gehen zum örtlichen Wirten oder ins Restaurant". Bundesspartenobmann Schenner schlägt eine gemeinschaftliche Initiative mit Landwirtschaft, Österreich-Werbung, Wirtschaftskammer und dem Tourismusministerium vor: "Es muss doch möglich sein, alle, die für Österreich im Ausland auftreten, unter ein gemeinsames Logo zu stellen. Schließlich sind wir doch alle Botschafter unseres Landes."

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