Burnout und Mobbing-Leitfäden sollen psychische Gesundheit am Arbeitsplatz fördern

Zahl der Invaliditätspensionen aufgrund psychischer Erkrankungen steigen rasant

Wien (OTS) - Die Zahl jener, die wegen psychiatrischer
Erkrankungen in Invaliditätspension gehen, ist seit Jahren stark im Steigen. Lag der Anteil im Jahr 1998 noch bei 16 Prozent, so stieg er bis 2008 auf 30 Prozent. Neben individuellen und sozialen Faktoren tragen psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz maßgeblich zur Entstehung bei. Durch die Betriebliche Gesundheitsförderung gibt es ein erfolgreiches Instrumentarium, um die Gesundheit am Arbeitsplatz zu fördern. Zwei neue Leitfäden helfen, die Themen Burnout und Mobbing in Unternehmen anzugehen. Erarbeitet wurden die Publikationen vom IBG, Institut für humanökologische Unternehmensführung, maßgeblich finanziert wurden diese vom Fonds Gesundes Österreich, dessen Leiter Mag. Christoph Hörhan betont: "Die Leitfäden helfen, frühzeitig entsprechende Warnsignale wahrzunehmen, und geben Tipps, mit welchen Instrumenten gegengesteuert werden kann. In vielen Fällen könnte der "Notausstieg" Invaliditätspension damit vermieden werden."

Burnout

In nur wenigen Jahren hat sich das Burnout-Syndrom von einer "Managerkrankheit" zu einer Erkrankungsform vieler unterschiedlicher Berufsgruppen entwickelt. Schichtarbeit, Druck, mangelnde Anerkennung oder betriebliche Veränderungen erhöhen die Burnout-Gefahr deutlich. Durch das vom Fonds Gesundes Österreich geförderte Modell der Betrieblichen Gesundheitsförderung gibt es Mittel, dem entgegenzuwirken. Der Leitfaden zur betrieblichen Burnout-Prävention unterstützt Betriebe dabei, die Work Life Balance der Beschäftigten zu fördern. Checklisten helfen betrieblichen Akteur/innen dabei, Anzeichen von Burnout bei sich oder Mitarbeitenden zu erkennen. Für verschiedene Zielgruppen werden spezifische Maßnahmen beschrieben, mit denen dem Burnout-Risiko auf individueller, betrieblicher und unternehmenskultureller Ebene begegnet werden kann.

Mobbing

Mobbing ist Psychoterror und sowohl für die direkt Betroffenen als auch das gesamte Arbeitsumfeld eine massive Belastung mit dramatischen Folgen. Defizite in der Arbeitsorganisation und dem Führungsverhalten können die Ursache von Mobbing sein, sind aber gleichzeitig Ansatzpunkte für präventive Maßnahmen. Wo offen und klar mit Konflikten umgegangen wird, tritt Mobbing seltener auf bzw. wird früher erkannt und gezielt gegengesteuert. Trotz guter Prävention kann es zu Fällen von Mobbing kommen. Unternehmen sollten auf solche Fälle vorbereitet sein, damit die Betroffenen rasch und professionell unterstützt werden. Der vorliegende Leitfaden ist mit vielen praktischen Tipps ein Ratgeber und Nachschlagewerk für die Vorbeugung und Konfliktlösung. Der Leitfaden geht auch insbesonders auf öffentliche Einrichtungen ein und wurde vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe kofinanziert.

Bestellinfos:

Die beiden Leitfäden können beim Fonds Gesundes Österreich kostenlos bestellt werden per E-Mail an info@fgoe.org, oder telefonisch unter 01/8950400. Unter
http://www.fgoe.org/presse-publikationen/downloads/forschung können
die Leitfäden heruntergeladen werden.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/362

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Markus Mikl
Gesundheit Österreich GmbH
Geschäftsbereich Fonds Gesundes Österreich
Tel.: 01 8950400-16, Mobil: 0664 88508920
E-Mail: markus.mikl@fgoe.org, www.fgoe.or

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