GSV: "Neuer ÖBB Vorstand soll sich über den Zustand der Bahn direkt an der Basis informieren"

Gefilterte Berichte aus zweiter Hand sind wenig hilfreich - Hebel gegen Verspätungen bei vorbeugender Instandhaltung von Rollmaterial und technischen Anlagen ansetzen

Wien (OTS) - Der neue Mann an der Spitze der ÖBB stehe vor der Herausforderung, das mittlere Management des Unternehmens zur Mitwirkung an einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu gewinnen. Die gegenwärtig zu beobachtende Blockade von Reformen durch eine "wenig flexible, kaum motivierte, aber durch Pragmatisierung geschützte Ebene von Führungskräften" müsse beendet werden, moniert der Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Straßen-und Verkehrswesen (GSV), Peter Kudlicza. Der notwendige durchgehende Informations- und Kommunikationsfluss zwischen Basis und Vorstand werde gegenwärtig vom Mittelbau unterbrochen, der "in beiden Richtungen undurchlässig wie eine Bitumenschicht" wirke.

Es wäre nützlich, würde sich das Top-Management der Bahn nicht nur aus zweiter oder dritter Hand - und entsprechend gefiltert -über die Vorgänge an den Schnittstellen zum Kunden berichten lassen, sondern direkt mit Zugbegleitern sprechen. Deren Meldungen über Missstände liefen gegenwärtig weitgehend ins Leere, berichtet Kudlicza.

Strategie gegen Verspätungen

Eine wirksame Strategie gegen Verspätungen müsse den Hebel bei der konsequenten vorbeugenden Instandhaltung des Rollmaterials und der technischen Anlagen ansetzen, so Kudlicza weiter. Defekte an Reisezugwagen und Triebfahrzeugen, die oft erst kurz vor der Abfahrt des Zugers erkannt werden oder unterwegs auftreten, sowie Störungen an Weichen- und Signalsystemen verursachten häufig Verspätungen zwischen einer halben Stunde und einer Stunde - manchmal auch mehr. Demgegenüber lägen durch Baustellen bedingte Verspätungen zumeist zwischen fünf und zehn Minuten, betont der GSV-Generalsekretär abschließend.

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