Bandion-Ortner: Jugend die Gefahren von Doping bewusst machen

Justizministerin beim Panathlon International Club Wien

Wien (OTS) - Doping sei ein höchst aktuelles Thema, wie nicht zuletzt die vor kurzem zu Ende gegangenen Olympischen Winterspiele in Vancouver gezeigt hätten, sagte Bundesministerin Claudia Bandion-Ortner gestern, Montag, im Rahmen eines Vortrages beim Panathlon International Club Wien.

Bandion-Ortner verwies auf das Anti-Doping-Gesetz 2007, das Verschärfungen mit sich gebracht hat, zeigte sich aber kritisch gegenüber Forderungen, das "Dopen an sich" unter Strafe zu stellen, also dopende Sportler vom Strafrecht zu erfassen. "Rechtspolitisch kann man nicht jedes selbstschädigende Verhalten durch das Strafrecht erfassen", so die Ministerin, die auf eine Ergänzung im Strafgesetzbuch hinwies, wonach Athlet mit schweren Betrug zu bestrafen sind, wenn sie über die Anwendung eines verbotenen Wirkstoffs oder einer verbotenen Methode nach der Anlage der Anti-Doping-Konvention täuschen: "Das ist keine neue Straftatbestimmung, sondern eine Qualifikation. Das heißt, dass Betrug durch Doping nun mit höherer Strafe bedroht ist als früher", so Bandion-Ortner.

Zum Thema "Jugend und Doping" sagte die Ministerin, dass die Begeisterungsfähigkeit und Identifikation mit Sportlern bei Jugendlichen naturgemäß am stärksten ausgeprägt seien. "Daher kommt Sportlern Verantwortung zu: Bei der Jugend muss das Bewusstsein gestärkt werden, dass sportliche Erfolge nur dann einen wahren Wert haben, wenn sie ehrlich erzielt wurden."

Wichtig seien aber auch - ähnlich wie im Bereich der Drogen -Informations-und Präventionskampagnen. "Man sollte Jugendlichen -denen die Sport betreiben, aber auch jenen, die vielleicht in erster Linie Konsumenten sind, vermitteln, was Doping bedeutet. Nämlich, dass es nicht nur unlauter und unfair ist, sondern auch durchaus gefährlich sein kann", so die Ministerin.

In die gleiche Kerbe schlug die Präsidentin des Panathlon International Club Wien, Trixi Schuba, anlässlich des Vortrages: "Der ehrliche Umgang mit dem Thema Doping ist enorm wichtig. Als ehemalige Leistungssportlerin ist mir der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Spitzensport besonders wichtig. Aufklärungsarbeit in Schulen und Vereinen stellt dabei einen wichtigen Bestandteil dar. Aber auch der gesetzliche Schutz der Jüngsten muss gesichert sein."

Der Panathlon International Club Wien ist bestrebt die Werte des Sports zur Entfaltung und Bildung des Menschen zu verbreiten und zu schützen. Der Verein ist auch Mitglied des IOC und ist nicht parteipolitisch organisiert. Unter anderem wurden etwa Ferry Dusika, oder Ingrid Wendl mit dem Panathlon-Würdigungspreis ausgezeichnet.

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