Mölzer: Kompliziertes Schengen-Visa-System schafft nur unnötige Probleme

Visafreiheit für Balkanländer war schwerer Fehler und droht Einwanderungswelle nach sich zu ziehen - Frühere Visa-Skandale müssen endlich Konsequenzen haben

Wien (OTS) - Scharf kritisierte der freiheitliche
Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer das Visa-System der Schengen-Länder anlässlich seiner Rede vor dem Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg. "Wenn selbst Konsulatsbedienstete die Visum-Kategorien C und D nicht kennen, dann mutet dies nicht nur seltsam an, sondern zeigt auch, wie kompliziert das Visum-System der Schengen-Länder ist. Dass daraus unzählige und unnötige Probleme resultieren, ist nicht weiter überraschend", so Mölzer bei seiner Rede zu einer Verordnung über eine Änderung des Schengen-Übereinkommens für Personen mit einem Visum für einen längerfristigen Aufenthalt.

Weiters stellte der freiheitliche EU-Mandatar fest, dass die Einführung der Visafreiheit für Bürger Serbiens, Montenegros und Mazedonien im Dezember des Vorjahres ein schwerer Fehler gewesen sei, dessen ganze Tragweite sich nun immer deutlicher zeige. "Aus diesen Ländern droht eine wahre Einwanderungswelle. Denn selbst das Wissen, dass ein Touristenvisum eine Erwerbstätigkeit ausdrücklich untersagt, ist ja kein Hindernis für illusorische Zukunftsträume in den Balkanländern. Wenn binnen sieben Wochen fast 150.000 Mazedonier die neue Reisefreiheit genutzt haben und fast zwei Drittel davon die Heimreise Schätzungen zufolge nicht antreten haben dürften, dann gilt es, die Visapflicht wieder einzuführen", forderte Mölzer.

Außerdem verlangte der freiheitliche Europa-Parlamentarier, dass endlich auch die alten Visa-Skandale Konsequenzen haben müssten. "Wenn Visa für den Schengen-Raum käuflich gewesen sind, dann darf man sich nicht wundern, wenn Bürger aus Drittstaaten das Schengen-System nicht ernst nehmen", schloss Mölzer.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4468

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0004