ÖBB darf wichtiges Vogelgebiet Westösterreichs nicht zerstören!

Innsbruck/Wien (OTS) - Die Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich protestiert heftig gegen die geplante Nutzung von drei Lechquellbächen, die das Wildflusssystem des Tiroler Lech speisen. Der Tiroler Lech gehört zu den "Important Bird Areas" in Österreich und zeichnet sich durch eine einzigartige Vogelwelt aus. So brüten entlang des Lechs gefährdete Vogelarten wie Flussuferläufer, Flussregenpfeifer und Gänsesäger.

BirdLife befürchtet, dass sich durch die geplante Wassernutzung die Lebensbedingungen für diese und andere Arten verschlechtern werden und fordert vom Vorstand der ÖBB die sofortige Einstellung der Kraftwerkspläne.

"Der Tiroler Lech und seine Quell- und Zuflüsse sollen keinesfalls weiter genutzt, sondern vielmehr stärker als bisher geschützt werden. Die Einmaligkeit dieser einzigartigen Wildflusslandschaft muss unbedingt erhalten bleiben!" fordert Dr. Katharina Peer, Leiterin von BirdLife Österreich in Tirol.

Der Lech ist europaweit Referenz für ein alpines Wildflusssystem mit natürlichen und naturnahen Gewässerabschnitten, Aulandschaften und Schluchten. Er ist durch nationales und internationales Naturschutzrecht streng geschützt.

Mit der geplanten Erweiterung des Spullersee-Kraftwerks schaffen die ÖBB einen Präzedenzfall für den weiteren rücksichtslosen energiewirtschaftlichen Ausbau des Lechs und seines Einzugsgebietes. "Wir fordern den sofortigen Stopp für die Enteignungspläne an über 100 Vorarlberger Bergbauern durch die ÖBB und das Aus für die Kraftwerkserweiterung Spullersee", so Peer von BirdLife.

Der Lech und seine Seitengewässer müssen unantastbar für Kraftwerksanlagen bleiben und verbindlich geschützt werden.

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