Lawinenschweine-Anzeige eingestellt - trotz offensichtlicher Tierquälerei

VIER PFOTEN stellt Antrag auf Fortführung des von der Staatsanwaltschaft Innsbruck eingestellten Verfahrens wegen Tierquälerei.

Wien (OTS) - Im Jänner mussten wegen zu großen öffentlichen Widerstands jene Tierversuche abgebrochen werden, bei denen Schweine in Tirol bis zu ihrem Erfrierungstod lebendig im Schnee begraben wurden. VIER PFOTEN zeigte die verantwortlichen Experimentatoren wegen Tierquälerei (§ 222 StGB) an. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat das Verfahren gegen sämtliche Beschuldigte allerdings nun eingestellt.

Die Versuchsleiter beteuerten gegenüber den Medien, dass die Schweine narkotisiert wären und einen Tod ohne Qualen hätten. Inge Welzig vom Tierschutzverein für Tirol wird allerdings am 20. Jänner im Bezirksblatt Unterinntal ganz anders zitiert: "Die Ärzte haben mir verraten, dass die Schweine sehr wohl unter dem Schnee aufwachen und unter großem Stress einen Todeskampf führen."

"Was wir die ganze Zeit befürchtet hatten wurde nun von den Tierversuchsleitern bestätigt - die unschuldigen Tiere wurden nicht nur lebendig begraben, sondern haben bei vollem Bewusstsein einen langen Todeskampf gehabt! Unvorstellbar dass so etwas keine Tierquälerei sein soll!", zeigt sich Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN bestürzt. "Ein weiteres Indiz für die mutwillige, strafrechtliche Tierquälerei bei vollem Bewusstsein ist, dass Versuche in Narkose gar nicht genehmigungspflichtig wären."

Wenn die Voraussetzungen für eine Beendigung des Verfahrens nicht vorliegen oder neue Tatsachen bzw. Beweismittel beigebracht werden, kann die Fortführung beantragt werden. Die Stiftung VIER PFOTEN wird dies als Privatbeteiligte beantragen, da keine nachvollziehbaren Umstände bekannt sind, die eine Einstellung begründen könnten.

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