ORF-Pressestunde (1): Bures gibt Vorgaben an Unternehmen ÖBB: Pünktlichere Bahn und mehr Güterverkehr auf der Schiene

Menschen müssen länger in Beschäftigung gehalten werden

Wien (OTS/SK) - "Wir stehen vor großen Herausforderungen im Unternehmen Bahn", sagte Infrastrukturministerin Doris Bures heute, Sonntag, in der ORF-Pressestunde. "Wir wollen mehr in die Infrastruktur investieren, die ÖBB noch kundenfreundlicher gestalten und den Güterverkehr noch stärker von der Straße auf die Schiene verlagern." Derzeit würden 30 Prozent des Güterverkehrs auf der Schiene transportiert werden. Dies sei ein respektables Ergebnis im europäischen Vergleich, da der EU-weite Durchschnitt bei nur 15 Prozent liege, so Bures, die jedoch eine Erhöhung auf 40 Prozent in den nächsten Jahren anstrebt. "Die Bahn ist alternativlos, modern und ökonomisch", bekräftige die Infrastrukturministerin, denn die Bahn trage nicht zur Verringerung des CO2-Ausstoßes und zur Erreichung der Klimaziele bei, sondern stärke auch den Wirtschaftsstandort Österreich. ****

Bures betonte in der Pressestunde, dass sie mit den Altlasten der schwarz-blauen Regierung bereits aufgeräumt hat: "Durch Spekulationsgeschäfte, zu hohe Managergehälter und häufigen Führungswechsel ist in der Vergangenheit sehr viel schief gelaufen. Wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Mit öffentlichen Mitteln darf nie wieder so fahrlässig umgegangen werden wie in vergangen Zeiten." Aus diesem Grund werden die geänderten und neuen Strukturen im Unternehmen hin zu mehr Kontrolle und mehr Transparenz um Doppelgleisigkeiten zu verhindern, gerade umgesetzt.

Pensionsantrittsalter schrittweise erhöhen

Die Infrastrukturministerin erklärte, dass sie sich schon immer dafür eingesetzt habe, Menschen länger in Beschäftigung zu halten. Natürlich auch bei den österreichischen Bundesbahnen, so Bures, die in Zukunft jedes Jahr das Pensionsantrittsalter um mindestens ein Jahr erhöhen wird. Um Verbesserungen im Beschäftigungsbereich der ÖBB zu erzielen setzt Bures auf einen flexibler gestalteten internen Arbeitsmarkt sowie mehr Qualifizierungs- und Umschulungsmaßnahmen. Von Zwangspensionierungen wie dazumal von ÖVP-Staatssekretär Helmut Kucacka betrieben, um die ÖBB von Gehaltskosten zu entlasten, hält Bures rein gar nichts, denn die Leidtragenden seien die Menschen. Vielmehr müsse man die Menschen dort einsetzen, wo sie gebraucht werden, so Bures.

ÖBB größter Lehrlingsausbilder

Ein weiteres Anliegen der Infrastrukturministerin ist, verstärkt auf die Jugendlichen einzugehen. "Die ÖBB ist der größte Lehrlingsausbilder in Österreich. Auch in diesem Jahr können 500 junge Menschen eine Lehre bei den ÖBB in zukunftsträchtigen Bereichen wie Elektro- und Nachrichtentechnik und Mechanik beginnen", erklärte Bures und stellte klar: "Das Unternehmen trägt die Verantwortung auf die Jugendlichen in Österreich einzugehen, aber auch die Menschen in Beschäftigung zu halten."

Managergehälter leistungsorientiert gestalten

Was die Bezüge von Managern betrifft, erklärte Bures: "Es kann nicht sein, dass Manager das Unternehmen runterwirtschaften und Menschen um ihre Arbeitsplätze bringen und dafür viel Geld oder Boni erhalten." Aus diesem Grund werde es in Zukunft einen leistungsorientierten Gehaltsbestandteil geben, der durch Eckzahlen, die es zu definieren gelte, gemessen werde, so Bures. (Forts.) ab

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