Europäischer Radiologenkongress in Wien: Medizinische Leistungen vermarkten?

Wie Radiologen ihre Angebote bewerben können und sollen

Wien (OTS) - Im derzeitigen Gesundheits-Sektor stehen die radiologischen Spitalsabteilungen und niedergelassenen Institute oft finanziellen Herausforderungen gegenüber, welche eine Bewerbung der angebotenen Leistungen, sowohl bei zuweisenden Ärzten als auch Patienten, erforderlich macht. Auch wenn Radiologen Spezialisten der Medizin sind, werden sie vielleicht dennoch nicht wissen, wie das perfekte Marketing für ihre speziellen Leistungen aussehen soll. Experten werden am ECR bei der 'Professional Challenges Session' mit dem Titel "The radiologist of the future: challenges and changes" am Sonntag dieses Problem aufgreifen und Lösungen vorstellen.

Kein "Recht" auf Patienten aus der Umgebung

"Die fetten Jahre im Gesundheitsbusiness sind vorbei; einfach das nächstgelegene Spital zu sein, bedeutet nicht mehr automatisch, finanzielle Ansprüche anmelden zu können", stellt Dr. Mathias Goyen schon im Voraus fest.

Goyen ist außerordentlicher Professor für Radiologie an der Medizinischen Universität Hamburg-Eppendorf und Chef der Consult & Management GmbH, einer Firma die sich auf Marketing-Stategien im Gesundheitsbereich spezialisiert hat.

Mediziner als Marketing-Muffel

Die Abschottung von den Gesetzen des freien Marktes hat zu höchst ineffizienten Strukturen innerhalb der Gesundheitsbranche geführt. Wachsende Kosten des Gesundheitssystems resultieren jetzt zunehmend in der Einführung von Marktmechanismen, die auf Anfrage und Angebot basieren.

"Leider sprechen die meisten medizinischen Ausbildungen nicht den geschäftlichen Teil der Medizin an und daher sind viele Ärzte nicht dafür gewappnet, Marketing-Strategien zu entwickeln. Deshalb benötigen sie professionelle Hilfe, um einen koordinierten strategischen Marketing-Plan zu entwerfen", erklärt Goyen.

Evaluation der Stärken und Schwächen sichert langfristigen Erfolg

Um eine solche Strategie entwerfen zu können, wird eine genaue Analyse der aktuellen Situation benötigt, inklusive einer Bewertung der Fähigkeiten der Mitbewerber, der Erstellung einer Patientendemographie und einer objektiven Evaluierung der Stärken und Schwächen der eigenen radiologischen Praxis.

Ein wirksamer Marketing-Plan, der die Patientenzahl stark erhöht, kann auch fehlschlagen, wenn zum Beispiel das Leistungsangebot verringert wird, da das Personal mit dem gesteigerten Arbeitspensum überfordert ist. Goyen rät daher, jedes radiologische Angebot genau zu prüfen und zu evaluieren, um eine ordentliche Basis für das gewünschte Ergebnis zu schaffen.

18.000 Radiologen tagen ab 4. März in Wien

Beim 22. Europäischen Radiologenkongress (European Congress of Radiology/ECR) vom 4. bis 8. März 2010 in Wien werden auch heuer wieder Spezialisten aus dem Bereich der medizinischen Bildgebung ihr Fachwissen auf den verschiedensten Gebieten austauschen, und die neuesten Erkenntnisse der Forschung präsentieren.

Der ECR ist die Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Radiologie mit mehr als 18.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt; zusätzlich bietet der Kongress die größte Industrieausstellung in Europa, bei der auf über 26.000 m2 mehr als 300 internationale Firmen die neueste Produkte der Medizintechnik anbieten.

Weitere Informationen unter www.myESR.org/Presse_ECR2010

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