JUGENDVERTRETUNG: Mit geschlechtergerechter Bildung gegen Ungleichheiten vorgehen

Die BJV fordert zum Internationalen Frauentag Sensibilisierung von PädagogInnen und Umgestaltung von Unterricht und Berufsorientierung.

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) weist zum 99. Internationalen Frauentag darauf hin, dass strukturelle Ungleichheiten nur abgeschafft werden können, wenn man sie an der Wurzel bekämpft.
"Geschlechterspezifische Stereotypen werden schon in jungen Jahren geprägt. Daher müssen wir im Bildungsbereich ansetzen, insbesondere bei der Gestaltung des Unterrichts und Unterrichtsmaterials sowie bei der Ausbildung von Lehrkräften und KindergartenpädagogInnen. Nur so können wir erreichen, dass althergebrachte Rollenklischees gar nicht mehr reproduziert werden und junge Mädchen und Burschen in allen Fachgebieten die gleiche Förderung erhalten", so BJV-Vorsitzende Magdalena Schwarz.

Angesichts der Arbeitsmarktlage müsse geschlechtersensible Berufsorientierung endlich Standard werden. 70% der jungen Frauen wählen aus nur zehn Lehrberufen und landen häufig in typischen Frauenberufen, die deutlich schlechter bezahlt sind.
"Die schlechtere Bezahlung und das Vorherrschen von Frauen in prekären oder Teilzeitjobs haben auch langfristige Folgen", erklärt Schwarz. "Viele junge Frauen von heute sind später von geringen Pensionen und Altersarmut bedroht. Dieser Kreislauf muss endlich unterbrochen werden!"
Um gesellschaftliche Veränderungen zu erzielen, müsse an verschiedenen Hebeln gedreht werden: "Neben der geschlechtergerechten Bildung braucht es ein ernsthaftes politisches Bekenntnis für die Gleichstellung von Frauen in allen Bereichen. Diese Bestrebungen müssen sich - ebenso wie es die geschlechtsspezifischen Benachteiligungen tun - durch sämtliche Politikbereiche ziehen", so Schwarz abschließend.

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