LH Dörfler: Im Zeichen von Beruf und Familie

Weltfrauentag am 8. März - Beruf und Familie müssen noch viel besser vereinbar werden

Klagenfurt (OTS/LPD) - Frauen nehmen eine bedeutende Rolle in der Gesellschaft ein. Durch veränderte Arbeitswelten sind sie aber vielfach Doppelbelastungen ausgesetzt und oft benachteiligt. "Vor allem in Dienstleistungs- und Handelsberufen sind Arbeitszeiten oft nicht familienfreundlich, hier sind Frauen auf Betreuungseinrichtungen angewiesen", so Familien- und Kindergartenreferent LH Gerhard Dörfler, der darauf verweist, dass in Kärnten im Bereich der Kinder- und Nachmittagsbetreuung schon viel passiert ist.

"Gerade die Kinderbetreuung liegt mir sehr am Herzen, hier hat es in den letzten Jahren einen massiven Ausbau gegeben", berichtet Dörfler. So seien beispielsweise 2.723 Frauen im Kinderbetreuungsbereich in Kärnten tätig. Im vergangenen Jahr habe man insgesamt 550 neue Kinderbetreuungsplätze geschaffen. "Die chronologische Entwicklung zeigt deutlich, dass sich die Gruppenzahl in Kinderkrippen/ -gruppen, Kindergärten und Horten seit meiner Referatsübernahme sehr positiv entwickelt hat."

"Im Kindergarten gibt es viele Ganztagesangebote, kommen die Kinder dann in die Schule, ist diese zu Mittag aus und viele Eltern stehen vor der Frage der Unterbringung, hier liegt die Zukunft meiner Meinung nach in ganztägigen Schulformen", so Dörfler. Dies wäre nicht nur ein bildungspolitischer Meilenstein, sondern vor allem eine Entlastung für Familien. "Ein wichtiges Anliegen ist es, die Ganztagesbetreuung für Kinder zu ermöglichen, damit Familien und vor allem Frauen einen besseren und unkomplizierten Zugang zur Arbeitswelt bekommen", betont der Landeshauptmann.

Das Thema der Ganztages- und Nachmittagsbetreuung wird Dörfler auch im Rahmen der Landeshauptleutekonferenz, deren Vorsitzender er im ersten Halbjahr 2010 ist, einbringen. Vom Bund erwarte er sich nicht nur Ankündigungen, sondern Lösungen und optimale gesetzliche Rahmenbedingungen. "Derzeit werde sehr viel auf die Länder und Gemeinden übergewälzt wie beispielsweise die Finanzierung der Horte und der Nachmittagsbetreuung", kritisiert Dörfler.

Auch die Wirtschaft sei gefordert, familienfreundliche Arbeitszeiten für Mütter und auch Väter anzubieten. Es dürfe nicht sein, dass Frauen in den einzelnen Berufssparten noch immer weniger verdienen als Männer. Kärntner Familienleistungen wie das Kinder- und Geburtengeld, Schulstartgeld, Familienförderung bis zum zehnten Lebensjahr des Kindes, Mütterpension, Gratiskindergarten und Teuerungsausgleich machen Kärnten zum familienfreundlichstem Bundesland Österreichs und erhöhten dadurch das Familieneinkommen. So werde den Kärntner Frauen ermöglicht, Beruf und Familie zu vereinbaren.

"Auch Männer sollten erkennen, dass sie starke Mitverantwortung für funktionierende Partnerschaften tragen, zumal auch Kinder von engagierten Vätern stark profitieren", betont der Familienreferent. (Schluss)

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