"Ein paar Zentimeter mehr"

Kampagnenstart in Wien am 8. März: Einkommensunterschiede bewusst machen

Wien (OTS) - (PRO-GE) Mit Start der Kampagne "Ein paar Zentimeter mehr und Geld verdienen wär` weniger schwer" am Internationalen Frauentag, will die Frauenabteilung der Gewerkschaft PRO-GE das Bewusstsein für die hohen Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern schärfen. In Wien verdienen Frauen um durchschnittlich 23,9 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Mit Verteilaktionen im Stadioncenter und auf der Wiener Frauenmesse, wollen die PRO-GE Frauen auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam machen.

Einkommensunterschiede beträchtlich

"Obwohl in Wien die Einkommensunterschiede im Bundesländervergleich am geringsten sind, ist das noch lange kein Grund sich damit zufrieden zu geben", sagt die PRO-GE Landesfrauenvorsitzende aus Wien, Renate Blauensteiner. Die Einkommensunterschiede seien beträchtlich und würden sich nicht nur unmittelbar im Erwerbsleben auswirken. Auch die Höhe von Sozialleistungen wie Pension oder Arbeitslosengeld berechnen sich nach dem Einkommen, was wiederum die hohe Armutsgefährdung von Frauen erklärt. Obwohl seit 50 Jahren der Grundsatz "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" gilt, ist die Einkommensschere noch immer sehr groß.

Jede kann betroffen sein

"Wir wollen den Arbeitnehmerinnen bewusst machen, dass auch sie von ungerechter Entlohnung betroffen sein können", so Blauensteiner:
"Vielen ist nicht bewusst, dass durch Zulagen- und Prämienzahlungen ungleiche Entlohnungen entstehen." Betriebsrat und Gewerkschaft sind wichtige PartnerInnen, wenn es um den Einsatz für faire Entlohnung und berufliche Chancengleichheit geht. So ist es dem Betriebsrat etwa rechtlich möglich, die Einkommen der MitarbeiterInnen zu überprüfen.

Geplante Aktionen

Am Montag den 8. März, dem Internationalen Frauentag, werden die PRO-GE Frauen die Kampagne in Wien mit einer Verteilaktion von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr im Stadioncenter Wien einleiten. Informationsmaterial und Schoko-Euro-Münzen werden zur Aufklärung und Bewusstseinsbildung verteilt. Von 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr sind die PRO-GE Frauen auf der Frauenmesse im Wiener Rathaus mit einem Stand vertreten und bieten Informationen rund um das Thema Einkommensunterschiede.

Unter www.proge-frauen.at können Folder und Plakate zur Kampagne herunter geladen werden.

Wien, 5. März 2010

Die PRO-GE ist mit rund einer Viertel Million Mitglieder die größte ArbeiterInnengewerkschaft und insgesamt die zweitgrößte Gewerkschaft innerhalb des ÖGB. Im November 2009 wurde sie aus der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung und der Gewerkschaft der ChemiearbeiterInnen gegründet und verhandelt jährlich über 140 Kollektiv- und Lohnverträge. Weitere Informationen: www.proge.at

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