Berlakovich: Richtig Bauen und Sanieren für Klimaschutz, Wirtschaftsbelebung und green jobs

Umweltminister eröffnet 26. Welser Messe - Neue Umwelttechnologien und erneuerbare Energien für Trendwende im Energiesektor

Wien (OTS) - "Österreich gehört zu den Weltmarktführern bei innovativen Umwelttechnologien und verfügt über enorme Ressourcen bei erneuerbaren Energien. Dieses Potenzial gilt es beim Hausbau und beim Renovieren verstärkt einzusetzen und dabei auf Professionalisten zu setzen. Denn sie wissen, wie jede und jeder Einzelne noch nach Jahren sicher sein kann, die richtige und umweltfreundliche Entscheidung getroffen zu haben und wie sich beste Lebensqualität mit Klimaschutz, Energieeffizienz und Energieeinsparung optimal verbinden lässt. Damit ist unser Land gut gerüstet für den Weg in die Energieautarkie", betonte Umweltminister Niki Berlakovich heute, Freitag, bei der Eröffnung der 26. Energiesparmesse in Wels, Oberösterreich.

Von der Innovationskraft der starken heimischen Umwelttechnikbranche kann jede und jeder Einzelne in allen Lebensbereichen profitieren. Über modernes, klimaschonendes Wohnen und Sanieren bis hin zu alternativer Mobilität spannt sich der Bogen. Vom Lebensministerium kommen dazu wichtige Förder- und Beratungsleistungen, um den Trend in die richtige Richtung zu steuern. Damit werden die Menschen dabei optimal unterstützt, zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen und maximalen Klimaschutz mit konjunkturbelebenden Maßnahmen und der Sicherung und Schaffung von green Jobs zu verbinden. Gemeinden sind dabei wesentliche Multiplikatoren, daher veranstaltet das Lebensministerium im Rahmen der Welser Messe das Symposium "Energieautarkie in Gemeinden".

Richtige Förder- und Beratungsmaßnahmen als Steuerungsinstrumente

Auch heuer sorgt noch das 100-Millionen-Euro-Konjunkturpaket 2009 zur thermischen Sanierung für wesentliche Impulse bei privaten und betrieblichen Gebäuden und sichert 6.500 green jobs. Die Photovoltaikförderung wird dieses Jahr mit 35 Millionen zu Buche schlagen und entsprechende Energie- und CO2-Einsparungseffekte und Beschäftigungssicherung bringen, und die neue Förderung für Energiemodellregionen und -gemeinden durch den Klima- und Energiefonds beträgt 2,6 Millionen Euro, die in Klimaschutzmaßnahmen fließen.

Im Mobilitätsbereich forciert das Lebensministerium alternative Antriebe und Treibstoffe. Im Rahmen der Klimaschutzinitiative klima:aktiv mobil sparen bereits über 700 ProjektpartnerInnen rund 320.000 Tonnen CO2 jährlich durch geförderte Fuhrparkumstellungen auf alternative Antriebe und effektive Mobilitätskonzepte. Darüber hinaus soll der Aktivitäten-Schwerpunkt Elektromobilität mit einem "10 Punkte Aktionsprogramm" gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich sowie dem "Masterplan Elektromobilität" bis 2020 rund 250.000 Elektro-Autos auf die Straßen bringen und dadurch 430.000 Tonnen CO2-Reduktion im Verkehrsbereich erzielt werden.

Kleine Handgriffe sparen ein ganzes Kraftwerk

Österreich muss den Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtenergieverbrauch von derzeit rund 26 Prozent bis 2020 auf 34 Prozent steigern und die Treibhausgasemissionen im selben Zeitraum um 16 Prozent reduzieren. "Damit wir das schaffen, braucht es das konsequente Engagement aller", unterstrich Berlakovich bei der Welser Messe. "Ich appelliere an jeden einzelnen Haushalt, Energieeffizienz-und Energiesparmaßnahmen umzusetzen. Das bringt neben Ressourcenschonung und Klimaschutz auch eine beträchtliche Geldersparnis", so der Minister. Das Lebensministerium bietet neben professionellen BeraterInnen im Rahmen der Klimaschutzinitiative klima:aktiv auch die Broschüre "Stichwort Energiesparen" an.

Mit kleinen Handgriffen - sinnlosen Energieverbrauch z. B. durch Stand-by-Funktionen zu stoppen oder Energiesparlampen zu verwenden, richtig Lüften, Heizung regelmäßig warten, mit niedrigeren Temperaturen waschen, energieeffiziente Geräte einsetzen und auf intakte Fensterdichtungen achten - kann ein Haushalt bis zu 650,- EUR pro Jahr bares Geld und viel Energie sparen. Bei rund 3,5 Millionen österreichischen Haushalten profitiert das Klima davon immens. "Allein das Nichtbenutzen der Stand-by-Funktion aller Haushalte könnte ein ganzes Kraftwerk einsparen", erklärte der Umweltminister. Für kombinierte Maßnahmen wie optimale Wärmedämmung plus Solaranlage plus moderner Holzheizung sind zwar größere Investitionen nötig, doch diese lohnen mehrfach. Bis zu 50 Prozent Energie kann dadurch gespart werden und damit auch 50 Prozent der Kosten und 50 Prozent der Treibhausgase.

Erneuerbare Energie ist Energie der Zukunft

Die Raumwärme verbraucht rund 30 Prozent, der Verkehr 26 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs. Hier liegt enormes Einsparungspotenzial. Die Welser Messe zeigt, was die heimische Umwelttechnikbranche bereits leistet und welche innovativen Möglichkeiten es gibt, Energie, Ressourcen, CO2 und Geld zu sparen. "Die Zukunft im Energiesektor muss auf erneuerbaren Energien basieren. Der Sektor ist von 2007 auf 2008 um rund 18 Prozent gewachsen und beschäftigt 52.000 Menschen, das sind 32 Prozent aller green jobs. Hier werden wir mit der 'Energiestrategie Österreich' weiter ausbauen und für Österreich und die Menschen Zukunft und Lebensqualität sichern sowie für die Erreichung unserer Klima- und Energieziele arbeiten. Ich gehe dabei 2010 mit einem Förderpaket von über 760 Millionen Euro voran", kündigte Umweltminister Niki Berlakovich an.

20 Jahre Umweltzeichen - Auszeichnungen für heimische Betriebe

Bei der Energiesparmesse in Wels verlieh Umweltminister Niki Berlakovich an fünf Betriebe das Österreichische Umweltzeichen. Ausgezeichnet wurden die Firma Lohberger Heiz- und Kochgeräte Technologie GmbH (Slzbg.), die Firma EN-Tech Energietechnologieproduktions GmbH (K), die Firma ETA Heiztechnik GmbH (OÖ), die Firma ÖkoFEN Forschungs- und EntwicklungsgesmbH (OÖ) und die Firma Mayr-Melnhof Leoben GmbH (Stmk.). "Mit den heutigen Auszeichnungen erhöht sich die Zahl der ausgezeichneten Produkte auf 910. Ich freue mich, dass immer mehr heimische Unternehmen Umweltzeichen-Produkte anbieten und damit - mit Multiplikatoreffekt -aktiv Umwelt- und Klimaschutz betreiben", so Umweltminister Niki Berlakovich bei der Preisverleihung.

Das Österreichische Umweltzeichen feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. Es wird an Unternehmen für die Erzeugung umweltfreundlicher Produkte und für das Angebot umweltfreundliche Dienstleistungen vergeben. Unternehmen mit dem Österreichischen Umweltzeichen achten bei der Produktion auch auf den bestmöglichen Schutz der Umwelt und der Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen. Mittlerweile erwirtschaften 140 Betriebe mit Umweltzeichen-Produkten einen jährlichen Umsatz von 490 Millionen Euro. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.

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