Kuntzl: SPÖ gegen flächendeckende Zugangsbeschränkungen - WU-Antrag abgelehnt

Karl soll Vorschläge zur Erhöhung der Akademikerquote auf den Tisch legen

Wien (OTS/SK) - Verwundert zeigte sich SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl am Freitag über die Forderung von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl zur Einführung von flächendeckenden Zugangsbeschränkungen. "Das Prinzip des freien Hochschulzugangs ist geltende Rechtslage, im Regierungsprogramm gibt es keinerlei gegenteilige Vereinbarungen. Derzeit finden auch keine Gespräche zwischen den Koalitionsparteien zu diesem Thema statt. Statt sich mit Scheingefechten zu beschäftigen, sollte sich die Wissenschaftsministerin lieber damit auseinandersetzen, dass Österreich nur auf Platz 21 von 27 EU-Staaten liegt, was die Akademikerquote betrifft", so Kuntzl gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Im Universitätsgesetz sei eine "Notfallbestimmung" vorgesehen, führte die SPÖ-Wissenschaftssprecherin weiter aus, die es ermögliche, in bestimmten Studienrichtungen Zugangsbeschränkungen einzuführen, die besonders stark durch deutsche Numerus-Clausus-Flüchtlinge betroffen sind. Derzeit liegen Anträge für drei Studien vor: Architektur, Publizistik und für die gesamte Wiener Wirtschaftsuniversität. "Die SPÖ hat bisher keinem der Anträge zugestimmt. Die Verhandlungen zu Architektur und Publizistik sind noch nicht abgeschlossen. Der Antrag der Wiener Wirtschaftsuniversität wurde gestern von Seiten der SPÖ abgelehnt, da - wie auch ein eingeholtes Gutachten feststellt - in diesem Fall eine Verordnung nicht rechtskonform wäre", erläuterte die SPÖ-Wissenschaftssprecherin. "Gerade in dieser Woche hat die EU-Kommission ihre neue Strategie Europa 2020 vorgelegt. Dort ist das Ziel von 40 Prozent Hochschulabsolventen verankert. Da Österreich derzeit eine Akademikerquote von 22 Prozent aufweist, fordere ich die Wissenschaftsministerin nachdrücklich auf, hier Vorschläge auf den Tisch zu legen, wie dieses Ziel erreicht werden soll." (Schluss) mb/mp

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