Bayr: Frauen und HIV/Aids sind wichtiges Thema bei Weltaidskonferenz in Wien

Frauentag heuer im Zeichen des Gedenkens an Johanna Dohnal

Wien (OTS/SK) - "Am Frauentag 2010 gedenken wir in Österreich zunächst Johanna Dohnal und den Errungenschaften, die wir ihr zu verdanken haben", erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und globale Entwicklung, an die erste österreichische Frauenministerin. Johanna Dohnal habe sich auch durch ihr internationales Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz für Frieden auszeichnete. Der Frauentag sei aber auch Anlass - mit Blick voraus auf die Weltaidskonferenz, die heuer in Wien stattfinden wird - das Thema "Frauen und HIV/Aids" in den Vordergrund zu rücken. Bayr:
"Knapp die Hälfte aller 33,4 Millionen HIV-Infizierten weltweit sind Frauen. Und das nicht zufällig, denn Frauen und Mädchen sind aufgrund sozialer, ökonomischer und biologischer Ursachen besonders gefährdet, sich zu infizieren." ****

In vielen Teilen der Welt würden Mädchen früh verheiratet, Frauen seien sexuellen Übergriffen sogar in Partnerschaften ausgesetzt und hätten kaum die Möglichkeit, beim Sexualverkehr auf ein Kondom zu bestehen. "Zudem kommt noch, dass in Afrika, Asien und Lateinamerika nur wenige Frauen Zugang zu Informationen über die Ansteckungsgefahr und den Schutz davor haben. Das bedeutet, dass wir vor allem auf verstärkte Information und Selbstbestimmung der Frauen setzen müssen", so Bayr.

Besonders tragisch sei, dass aber auch dort, wo junge Frauen über die Ansteckungsgefahr bestens informiert sind und sie Zugang zu Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten haben, sie oft nicht in der Lage sind, unerwünschten Sexualverkehr zurückzuweisen. "Hier kann der Weg nur über die Stärkung der Frauen auf ökonomischer, sozialer und partnerschaftlicher Ebene vorangehen. Und dies ist wiederum über Ausbildung und den Weg zu einem selbstbestimmten Leben zu erreichen", so die SPÖ-Angeordnete weiter.

Bayr: "Bei der 18. Weltaidskonferenz im Juli werden wir daher die Geschlechtergleichstellung fokussieren und Schwerpunktsetzungen in den wichtigen Bereichen vornehmen, wie den Zugang für Mädchen und Frauen zu Information, Beratung, Testmöglichkeiten, Verhütungsmitteln, Gewaltprävention - wir müssen das Problem strukturell erfassen. Die Weltaidskonferenz in Wien wird dazu einen wichtigen Beitrag leisten!" Abschließend macht Bayr auf ein neues Netzwerk zum Thema Frauen und Aids in Österreich aufmerksam, welches im Internet unter www.frauenundaids.at abrufbar ist. (Schluss) sv/mp

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