Fürntrath-Moretti: Frauen sind deutlich im Vormarsch - auch ohne Quotenregelung

37,2 Prozent der Unternehmen in weiblicher Hand - Erhöhung des Wochengeldes für Unternehmerinnen gefordert

Wien (OTS/PWK189) - "Frauen haben klar und deutlich aufgeholt! Inzwischen sind 37,2 Prozent der heimischen Unternehmen in weiblicher Hand", freut sich Abg. z. NR Adelheid Fürntrath-Moretti, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft und Vertreterin der mehr als 100.000 Unternehmerinnen in Österreich. Beachtlich erhöht hat sich in den vergangenen 10 Jahren auch der Anteil der weiblichen Unternehmensneugründer von 27 auf 40 Prozent. Im europäischen Durchschnitt liegt Österreich hier an der Spitze!

Erhöhung des Wochengeldes

Um unternehmerisch tätige Frauen weiter zu stärken, fordert Fürntrath-Moretti die Erhöhung des Wochengeldes, das derzeit bei 25,57 Euro liegt. Zum Vergleich: das durchschnittliche Wochengeld bei unselbstständig Beschäftigten liegt derzeit bei 41 Euro. Weiters soll der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen in Österreich deutlich forciert werden. "Wir gehen davon aus, dass 45.000 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze geschaffen werden müssen, die in ihren Öffnungszeiten deutlich flexibler werden. Denn die klassischen 9-to-5 Jobs werden weniger, damit müssen auch die Öffnungszeiten bedarfsgerechter werden", betont Fürntrath-Moretti. Damit verbunden sei auch die Forderung nach einer Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten für über 10-jährige Kinder.

Aus Sicht von FiW gelte es auch, die Pauschalierung des Arbeitsplatzes im Wohnungsverband endlich umzusetzen: "Wir gehen hier von einem monatlichen Absetzbetrag von 50 Euro aus, der für viele Unternehmerinnen eine deutliche Verbesserung ihrer Situationen mit sich bringen würde". Denn bei 62 Prozent der Unternehmerinnen liegt der Unternehmensstandort an der eigenen Wohnadresse. Insbesondere Unternehmen aus der Sparte Information und Consulting und Ein-Personen-Unternehmen sind häufig an der Wohnadresse angesiedelt.

Anlässlich des Internationalen Frauentages spricht sich Fürntrath-Moretti klar gegen Quotenregelungen aus: "Wenn eine höchst qualifizierte Frau zB. eine Aufsichtsratsfunktion bei Quotenregelung übernimmt, würde alleine der Verdacht sie hätte den Job durch die Quote bekommen, ihre Kompetenz in Frage stellen." Vielmehr gelte es, Frauen für Spitzenpositionen gezielt zu fördern und sie auf ihrem Weg nach oben zu begleiten. (us)

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