Spindelegger: "Gleichbehandlung noch allzu oft ein Fremdwort"

Außenminister zum Internationalen Frauentag

Wien (OTS) - "Frauen sind eine tragende Säule unserer
Gesellschaft. Dennoch ist `Gleichbehandlung` in vielen Ländern und Regionen der Welt nach wie vor ein Fremdwort. Echte Gleichstellung zwischen Männern und Frauen ist aber Basis für Armutsminderung, sozialen Frieden und nachhaltige Entwicklung. Daher muss die Förderung der Rechte von Frauen ein integrales Element unserer Außen-und Entwicklungspolitik sein", so Außenminister Michael Spindelegger zum Internationalen Frauentag am 8. März.

Heuer jährt sich die Annahme der UNO-Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit zum zehnten Mal. "Diese Resolution war ein Meilenstein in Sachen internationaler Frauenrechte und Schutz von Frauen. Sie hat sich erstmals mit der Auswirkung von bewaffneten Konflikten auf Frauen und ihrer aktiven Rolle in allen Phasen des Friedensprozesses befasst. Damit hat diese Resolution wesentlich dazu beigetragen, das Bewusstsein für dieses Thema weltweit zu schärfen", so der Außenminister, der fortfuhr: "Trotz Fortschritten in Teilbereichen, wie der Vorbeugung und Bekämpfung von sexueller Gewalt bleibt noch viel zu tun. Das zehnjährige Bestehen der Resolution muss uns neuen Antrieb geben, ihre Umsetzung in allen Bereichen weiter konsequent voranzutreiben", so Spindelegger. Ein vom Außenministerium mitorganisiertes Expertentreffen nächste Woche in New York wird dazu konkrete Impulse liefern.

Frauen sind nicht nur oft Opfer von Gewalt in bewaffneten Konflikten sondern auch von häuslicher oder traditionsbedingter Gewalt wie Genitalverstümmelung. Österreich unterstützt die weltweite Kampagne von UNO-Generalsekretärs Ban Ki-Moon zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Auf nationaler Ebene hat Österreich die Gesetzgebung zum Schutz vor häuslicher Gewalt gegen Frauen verschärft: "Gewalt gegen Frauen, darf national wie international keine Chance haben. Für die Täter darf es keine Straffreiheit geben", so Spindelegger.

"Auch in meinem Ministerium ist es mir ein Anliegen, das Potenzial der Frauen voll zu nützen und sie bestmöglich zu fördern. Mit Dezember 2009 waren rund 48 % meiner Mitarbeiter weiblich. Im letzten Jahr ist die Zahl der Abteilungsleiterinnen um fast 50% gestiegen. Auch an den Spitzen der Austrian Development Agency und des Österreich-Instituts stehen weibliche Führungskräfte. Ich unterstütze diesen Trend zu einer völligen Gleichstellung und hoffe, dass er sich weiter fortsetzt", so der Außenminister abschließend.

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