E-Day 2010: E-Government bringt Arbeitserleichterung und Kostensenkung für Unternehmen

Unternehmensserviceportal des Bundes soll für mehr Qualität in der Kommunikation zwischen Verwaltung und Unternehmen sorgen

Wien (OTS/PWK188) - "Mehr als 50 Prozent der österreichischen Unternehmen nutzen bereits E-Government-Angebote", verwies WKÖ-Generalsekretär Herwig Höllinger auf eine Untersuchung, in der die Wirtschaftskammer, kurz vor dem 11. E-Day, das Internetverhalten ihrer Mitglieder erfragt hat. Gegenüber dem Jahr 2005 stellt dies eine Steigerung der Nutzung von rund 40% dar. "Überraschenderweise nutzen gerade die jüngeren Befragten E-Government weniger als die ältere Generation, weil ihnen die E-Government-Services weniger bekannt sind", so Höllinger. Bei den E-Government-Angeboten ist Finanzonline mit 85% der mit Abstand am meisten genutzte Dienst, gefolgt von help.gv.at für Unternehmen und dem Rechtsinformationssystem.

Bei der Nutzung von E-Government geht es um praktische Arbeitserleichterungen bei den Unternehmen und nachweisbare Kostensenkung. "Freilich reicht das bloße Anbieten von Formularen oder Anwendungen im Internet seitens der öffentlichen Hand nicht aus, um sofort die Verwaltungskosten auf beiden Seiten zu senken", so Höllinger. Denn: "Das Einsparungspotential kann nur dann greifen, wenn die Häufigkeit der Verwendung stimmt." Deshalb sollten den Nutzern Kostenvorteile eingeräumt werden, wenn sie Amtswege elektronisch erledigen.

Höllinger: "Es ist wichtig, dass Unternehmen wissen, unter welcher Internetadresse bei welcher Institution welche E-Government-Services angeboten werden." Für das Problem der mangelnden Bekanntheit dieser Anwendungen zeichnet sich, so der WKÖ-Generalsekretär, eine mögliche Lösung ab: Mit dem Unternehmensserviceportal (USP), einer Initiative der österreichischen Bundesregierung, soll mittelfristig ein "One-Stop-Shop" angeboten werden, bei dem der Unternehmer alle für ihn relevanten Anwendungen übersichtlich auf einen Blick sieht.

"Das Unternehmensserviceportal soll sämtliche Transaktionen und Informationen unter einem Dach zentral zugänglich machen", erläuterte Clemens Mungenast vom Bundesministerium für Finanzen die Details des neuen E-Government-Portals. Das USP ist seit 1.1. dieses Jahres online und noch eine reine Informations-Webseite. Bis 2011 soll das Portal eine effiziente Verfahrensabwicklung für Unternehmen sicherstellen, bei der Vermeidung von Doppelgleisigkeiten helfen und individuell abgestimmte Informationen bieten.

Ein weiteres nutzerfreundliches Merkmal des Unternehmensserviceportals wird ein einheitlicher Anmeldeprozess für alle im USP angebotenen Dienste sein. "Der User meldet sich einmal an und kann alle E-Government-Anwendungen nutzen. Damit wäre das mühsame Suchen der für die meisten Anwendungen unterschiedlichen Benutzernamen und Passwörter vorbei", so Mungenast.

"Mittelfristig werden auch elektronische Anwendungen der Wirtschaftskammer wie Statistikmeldungen, Ursprungszeugnisse, Meisterprüfungs- und Lehrlingsmanagement oder die Ausstellung von Mitgliedsbestätigungen im Unternehmensserviceportal angeboten. Wir prüfen auch gerade, ob wir unsere exklusiv für Mitglieder veröffentlichten Inhalte auf wko.at mit diesem einheitlichen Anmeldeprozess zugänglich machen können. Für die Zukunft werden wir uns bei diesem Thema noch stärker engagieren und fordern zudem, dass bei der Erarbeitung von E-Government Schnittstellen für die Wirtschaft auch weiterhin sowohl Softwarehersteller als auch "Keyuser" aus der Wirtschaft eingebunden werden", so Höllinger. (TB)

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