ÖGB-Oberhauser: Freier Uni-Zugang muss erhalten bleiben

Ministerin und WU-Rektor setzen "ihre Energie völlig falsch ein"

Wien (OTS/ÖGB) - =

"Da wird wertvolle Energie wieder einmal völlig
falsch eingesetzt", kritisiert ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser, dass WU-Rektor Christoph Badelt 2/3 der Plätze für StudienanfängerInnen kippen und die neue Wissenschaftsministerin Beatrix Karl generelle Zugangsbeschränkungen einführen will. Nun drohe, so die ÖGB-Vizepräsidentin, der Hochschuldialog zur Farce zu werden.++++

"Die Universitätspolitik läuft auch unter der neuen Ministerin falsch. Beschränken und Aussperren ist offensichtlich die Marschrichtung. Dieses alte Denken muss endlich über Bord geworfen werden", fordert Oberhauser ein Umdenken. Für die ÖGB-Vizepräsidentin ist es geradezu eine Verhöhnung der Jugend, wenn im Bildungsbericht 2009 erst kürzlich festgestellt wurde, dass wir im internationalen Vergleich zu wenig AkademikerInnen haben und gleichzeitig die zuständige Ministerin nichts anderes kennt als Beschränken und Kürzen.

Zugangsbeschränkungen würden weiters die soziale Auslese einbetonieren. So wurde im Bildungsbericht 2009 festgestellt, dass derzeit nur ein Prozent der Studierenden aus ArbeiterInnenfamilien kommt. "Der Frau Karl und dem Herrn Badelt scheint das wohl egal zu sein. Möglicherweise passt diese Auslese sogar ins politische Konzept", so Oberhauser.

Seit Jahren werde von allen Seiten hinausposaunt, dass Österreich und die ganze EU nur durch verstärkte Investitionen im Bildungsbereich wirtschaftlich gegenüber anderen Ökonomien wie beispielsweise China oder Indien bestehen könnte. Dies sei, von der Analyse her auch vollkommen richtig, so die ÖGB-Vizepräsidentin. Oberhauser: "Ich erwarte mir daher von der Ministerin, aber auch von den Rektoren, dass sie ihre Energie endlich richtig einsetzen."

Gefragt sei daher eine gemeinsame Anstrengung aller Kräfte um leistungsfähige Universitäten ohne Zugangsbeschränkungen zu schaffen. Oberhauser: "Vernünftige Menschen investieren in der Krise. Während der Besetzung des Audimax haben viele, auch aus der Wirtschaft, Vernünftige ihr Verständnis für den StudentInnenprotest ausgedrückt. Das darf jetzt nicht Lippenbekenntnis bleiben."(ff)

Wien, am 5. März 2010

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