Neues Volksblatt "Konsequenzen" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 5. März 2010

Linz (OTS) - 25 Jahre ist es her, seit der Weinskandal Österreich erschüttert hat. Winzer hatten damals ihren "Sauerampfer" mit dem Frostschutzmittel Glykol gesüßt und damit die österreichische Weinwirtschaft an den Rand des Abgrunds gebracht.
Gestorben ist am Glykolwein allerdings niemand.
Der bakterienverseuchte "Hartberger Bauernquargel", der acht Menschen zum Verhängnis wurde, hat - neben hygienischen Mängeln im Produktionsbetrieb - wieder einmal ins Scheinwerferlicht gerückt, was in Österreich gang und gäbe ist: Ausländische Billigstprodukte dürfen hierzulande verarbeitet und so verkauft werden, als kämen sie direkt vom Bauern nebenan.
Die Bauern wehren sich seit Jahren nach Kräften gegen diese rufschädigenden Praktiken, sind aber bisher mit ihrer Forderung "Wo Österreich drauf steht muss Österreich drinnen sein!" auf taube Ohren gestoßen.
Gestern hat sich der oö. Landtag mit den getäuschten Konsumenten und den Bauern solidarisiert und in einer Resolution an die Bundesregierung die Verschärfung des Lebensmittelsicherheits- und des Verbraucherschutzgesetzes verlangt. Hoffentlich mit Erfolg! Hoffentlich zieht der Gesetzgeber die richtigen Konsequenzen aus der Tragödie - wie damals nach dem Weinskandal.

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