Meinl Bank zu Wilhelm Rasinger: "Mohrenkopf Aussage in Richtung Julius Meinl ist stillose Entgleisung"

Wien (OTS) - In Zusammenhang mit staatsanwaltlichen Untersuchungen von MEL-Kursverlusten bezeichnete heute der Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger Julius Meinl als "Mohrenkopf". Die Meinl Bank wies diese Art und Weise einen Diskurs zu führen, als stillos und beleidigend zurück. Rasinger hatte gegenüber der APA gemeint: "Beim Mohrenkopf" werde die Justiz "provoziert und permanent herausgefordert. Julius Meinl V. tue alles, damit das Strafverfahren nicht ins Rollen kommt."

Peter Weinzierl, Vorstand der Meinl Bank: "Abgesehen von dieser unerhörten Beleidigung einer Person - das ist eine stillose Entgleisung - verdreht Rasinger die Fakten. Wir haben - entgegen dessen Äußerungen - jedes Interesse an umfassender Aufklärung und sind überzeugt, dass auf der Basis einer unbefangenen und fachlich fundierten Sichtung der Sachlage dieses Verfahren eingestellt werden muss." Die Bank und ihre Organe hätten sich stets an die geltenden anwendbaren Rechtsvorschriften gehalten, so Weinzierl.

Peter Weinzierl: "Weiters zeugt die Aussage Rasingers, er hätte im fehlerbehafteten Gutachten des wegen Befangenheit abberufenen Gutachters Thomas Havraneks, höchstens zwei Beistrichfehler gefunden, von gröbster Inkompetenz was diesen Fall angeht. Faktum ist, dass der ehemalige Gutachter für die hier zu untersuchende Thematik nicht ausgebildet und zugelassen ist, und mit seiner dilletantischen Vorgangsweise dem Gutachterwesen an sich schweren Schaden zugefügt hat." Es sei überdies für niemanden nachvollziehbar, dass Havranek für dessen 23-Seiten Gutachten mit mehr als 80 inhaltlichen Fehlern rund EUR 716.000 an Steuergeldern verlange. Einem Kleinanlegervertreter der derartiges verteidigt, sei nicht zu helfen, so Weinzierl.

Weinzierl: "Die Frage stellt sich, ob Rasinger mit seinen Aussagen über Meinl von eigenen Fehlern auf einem anderen Schauplatz ablenken möchte. So hat dieser selbst als 2008 die Malversationen bei Immofinanz und Immoeast offensichtlich waren, diese Unternehmen gegenüber Kleinanlegern immer noch verteidigt. Anstatt eigene Fehler einzugestehen und eventuell die Gründe für seine sehr langen sehr positiven Bewertungen dieser Unternehmen offen zu legen, setzt Rasinger offenbar auf Vernebelungstaktik und äußert sich publikumswirksam in befremdlicher Weise zu Themen wo er keine Ahnung hat."

Hintergrundinformationen:

Das Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen die Meinl Bank und insbesondere die U-Haft gegen Julius Meinl basiert auf dem Gutachten eines im Juli 2009 abberufenen Sachverständigen (da befangen und fachlich nicht für Kapitalmarktfragen qualifiziert) sowie auf einem Polizeibericht mit nachweislich substantiell falschen Aussagen. Bereits im Juni 2009 hatte der renommierte österreichische Verfassungsjurist Univ. Prof. Heinz Mayer in einem Gutachten die Unrechtmäßigkeit der U-Haft festgestellt. Dass die Staatsanwaltschaft trotz dieser offensichtlichen Fehler keine Konsequenzen zog, ist aus rechtstaatlicher Sicht unhaltbar. Unabhängig von Bedeutung oder Ansehen der Person müsse klar sein, dass Behördenfehler so rasch wie möglich korrigiert werden.

Neben diesen Tatsachen ignoriert der zuständigen Staatsanwalt, dass mittlerweile sechs heimische Institutionen in wesentlichen Fragen die Rechtsposition der Meinl Bank vertreten: Die Übernahmekommission bestätigte, dass MEL nicht von der Meinl Bank und Julius Meinl gesteuert war, wie fälschlicherweise behauptet wurde, sondern von einem eigenständigen unabhängigen Management. Die Finanzprokuratur, also der Rechtsanwalt des Staates, sowie der UVS Wien bestätigen die Position der Meinl Bank, dass der Rückkauf der MEL Zertifikate 2007 nicht veröffentlichungspflichtig war. Die Österreichische Kontrollbank, und die Wiener Börse teilen die Rechtsmeinung der Bank in der Frage der Unterscheidung von Aktien und Zertifikaten: Inhaber von Zertifikaten sind in allen zentralen Aktionärsrechten unmittelbaren Aktionären gleichgestellt. Das Konsumentenschutzministerium bekräftigte die grundsätzlich geltende Rechtslage, dass die unabhängigen Finanzberater für ihre Beratungsleistungen einzustehen haben und für diese verantwortlich sind.

Turbozertifikate

Turbozertifikate sind hochspekulative Wertpapiere, mit denen auf fallende oder steigende Kurse gesetzt wird. Wenn der Kurs des betreffenden Wertpapiers unter einen bestimmten Wert (Knockout) sinkt, verfällt das Turbozertifikat, wodurch der Kurs weiter sinkt und die nächste Knockout - Schwelle erreicht wird, was schließlich zu einem Dominoeffekt ("Kaskade") und einem starken Kursverlust führt.

Meinl Bank AG

Die Meinl Bank bietet als Privatbank Leistungen im Bereich Corporate Finance, Fondsmanagement sowie private und institutioneller Vermögensverwaltung an. Mit der Julius Meinl Investment GmbH verfügt die Meinl Bank über eine eigene Investmentfondsgesellschaft, mit derzeit 19 eigenen Fonds. Die Bank hat rund 50.000 Kunden und verwaltet Kundenvermögen von rund EUR 2,5 Mrd.

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