Windbüchler-Souschill: Darabos-Vorschlag kein nachhaltiger Ausweg aus Wirtschaftskrise

Militarisierung als Hoffnung für junge Menschen ist falscher Weg

Wien (OTS) - Der Bericht des Evaluierungsbeirates ÖBH 2010 sieht
in seinen Empfehlungen vor, dass zur Aufrechterhaltung der Präsenzfähigkeit die Übernahme von Systemerhalterfunktionen durch zivile Bereiche als erforderlich scheinen. Als Anmerkung ist z.B. vom AMS zu lesen. "Dies bedeutet, dass Beschäftigungslose rekrutiert werden sollen", erklärt Tanja Windbüchler-Souschill, Zivildienstsprecherin der Grünen.

"Wirtschaftskrise, Armut und Jugendarbeitslosigkeit stehen der Visionslosigkeit der Regierung gegenüber, junge Menschen zu unterstützen und ihnen Sicherheit für ihre Zukunft zu bieten. Verteidigungsminister Darabos reagiert auf seine Weise auf die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und auf fehlende Rekrutenzahl beim Österreichischen Bundesheer: eine Werbeoffensive soll die Arbeit als Soldat und Soldatin positiv darstellen und gerade für junge Menschen, denen keine Jobs angeboten werden können, soll das Bundesheer als Alternative zur Sicherung des Lebensstandards angeboten werden", Windbüchler-Souschill. Dies zeigte sich schon beim "Heer4You"-Video und nun wird diese Bestrebung im Evaluierungsbericht auch noch einmal bestätigt.
"Darabos' Vorschlag junge Menschen beim Bundesheer zu manifestieren ist kein nachhaltiger Ausweg aus der Wirtschaftskrise. Die Militarisierung als Ausweg und als Hoffnung für junge Menschen ist der völlig falsche und eigentliche absurde Weg. Während das Sozialsystem von zwangsverpflichteten Zivildienern abhängig ist, wird eine Arbeitsplatzoffensive für den Wehrdienst angeboten", so Windbüchler-Souschill.

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