Heinisch-Hosek: Nicht auf den Lorbeeren im Opferschutz ausruhen

Gewalt in der Familie steigt - Finanzierung ausbauen und nicht einschränken

Wien (OTS) - Im Zuge der Präsentation der neuen Gewaltschutzkampagne zur Bewerbung der Frauenhelpline des Vereins AÖF (Autonome Österreichische Frauenhäuser) sprach Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek von einer guten und einer schlechten Nachricht im Gewaltschutz. Österreich sei gerade für seinen Kampf gegen Gewalt am Rande der UNO-Frauenstatuskommission in New Yorkausgezeichnet worden. Es gebe viele Länder, die sich an den österreichischen Gewaltschutzgesetzen orientieren würden und für die Österreich ein Vorbild sei. "Das ist gut so, ändert aber nichts daran, dass wir uns auf den Lorbeeren im Opferschutz nicht ausruhen dürfen", so die Frauenministerin.

Denn die schlechte Nachricht sei, dass immer mehr Frauen von Gewalt betroffen sind. Die Zahl der Opfer, die von den österreichischen Gewaltschutzzentren betreut würden, seien von 4.849 im Jahr 2001 auf 14.624 im Jahr 2009 gestiegen. "Das ist erschreckend. Die Wirtschaftskrise hat leider dazu geführt, dass die Gewalt in der Familie - vor allem gegen Frauen und Kinder - steigt".

So positiv diese Auszeichnung für Österreich sei, so gebe es leider einen Wermutstropfen. Denn die Ministerin vernehme Signale aus dem Innenministerium, dass die Gelder für die Gewaltschutzzentren in allen neun Bundesländern um 15 Prozent gekürzt werden sollen.
"Wir müssen die Finanzierung ausbauen und nicht kürzen, wenn die Zahl derer, die Hilfe brauchen und Hilfe suchen, steigt", so Heinisch-Hosek weiter.

Die Gewaltschutzzentren seien wichtige Beratungseinrichtungen für Opfer von Gewalt, die vom Frauenministerium und Innenministerium je zur Hälfte finanziert werden. Dafür gebe es eine gesetzliche Verpflichtung.

Die Frauenministerin kündigte an, sie werde die Gelder für die Gewaltschutzzentren jedenfalls aufstocken und werde alles versuchen, um Innenministerin Fekter davon zu überzeugen, ihren Anteil ebenfalls zu erhöhen und nicht zu kürzen.

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