E-Day 10: Einfach erfolgreich neue Kunden mit sozialen Netzwerken gewinnen

WKÖ-Schelling: Twitter, Facebook und Youtube werden für Unternehmens-kommunikation wichtiger - können persönliche Kontakte aber nicht ersetzen

Wien (OTS/PWK186) - Das Haus der Wirtschaft steht heute,
Donnerstag, unter dem Motto des 11. E-Day der Wirtschaftskammer Österreich "Einfach Erfolgreich". "Bei neuen Technologien kann Österreich nicht nur als Konsument sondern als Entwickler neuer Ideen und Wegbereiter innovativer Lösungen voranzuschreiten", sagte Hans-Jörg Schelling, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, bei seiner Eröffnungsrede.

"Ohne neue Technologien sind auch Reformen - zum Beispiel in der Verwaltung - schwierig", verwies Schelling auf E-Government und E-Administration in Österreich, "In diesen Bereich sind wir heute bereits führend. Um die Betriebe bei der Entbürokratisierung zu unterstützen, brauchen wir aber weitere Verbesserungen".

In der Key-Note-Rede "Going Direct - Einfach und erfolgreich kommunizieren in der neuen sozialen Medienwelt" ermutigte Matthias Lüfkens, Kommunikationschef des World Economic Forum in Davos, Unternehmen, in sozialen Netzwerken präsent zu sein: "Bereits 60 Prozent der Bevölkerung in den USA konsumieren Nachrichten im Internet. Es gibt den Bürgerjournalismus, nun müssen die Wirtschaftstreibenden mit dem ?Unternehmerjournalismus? folgen".

"Twittern ist Chefsache", stellte Lüfkens klar, "Genauso wie das morgendliche Zeitungslesen muss auch das ?Zwitschern? - im sozialen Netzwerk Twitter - für den Unternehmer alltäglich werden, um mit seiner Zielgruppe in Kontakt zu treten". Aber auch die Mitarbeiter sollten in sozialen Netzwerken präsent sein und "die Message des Chefs unterstützen". Bereits 50 seiner Kollegen im World Economic Forum twittern. Dabei können auch Probleme auftauchen, "man sollte immer beachten, dass Twitter öffentlich und für jeden einsehbar ist".

"Facebook ist das drittgrößte Land der Welt", beschreibt Lüfkens ein weiteres wichtiges Online-Netzwerk und spielt mit dieser Aussage auf die 400 Millionen registrierten Nutzer von Facebook an. Im Unterschied zu Twitter muss man sich bei Facebook jedoch anmelden um alle Informationen einsehen zu können. Hier können Unternehmen Gruppen gründen, um ihren Betrieb zu präsentieren.
Die Videoplattform Youtube nutzen unter anderem bereits die britischen Regierung und der Papst, wenngleich beiden die Kommentar-bzw. Bewertungsfunktion deaktiviert haben.
"Der letzte Schrei", sei laut dem Kommunikationschef von Davos "Livestream", eine Plattform bei der unter anderem Pressekonferenzen live übertragen werden und die User in Echtzeit darauf reagieren können.

Bei der anschließenden Diskussion sah Lüfkens die Vorteile sozialer Netzwerke vor allem für die "Marke" Davos. Mit dieser neuen Art der Kommunikation konnte das World Economic Forum für die breite Masse geöffnet werden. "Soziale Netzwerke sind einfach, erfolgreich und umsonst", kam Lüfkens wieder auf das Motto des E-Days zu sprechen.

Was Beispiele aus der täglichen Betriebspraxis betrifft, konnte die Schärdinger Hemdenfabrikantin Gudrun Valentin mit einem Onlineshop erfolgreich neue Kunden gewinnen: "Da mein Betrieb nicht im Zentralraum liegt, bin ich mit meinem Online-Shop Hemdenmacher.at näher an den Kunden gerückt", sagte Valentin, für die technische Umsetzung holte sie sich die Unterstützung von Experten.

Michael Putz, Träger des Staatspreisträger 2009 und Unternehmer mit Bongfish betonte, dass er Aufträge für seine Computerspielfirma über "klassische Wege" erhält, "allerdings erreichen wir die Nutzer und Fans unserer Spiel zu 100 Prozent über Twitter und Facebook".

Für Thomas Friess, HEROLD Business Data, stellte sich die Frage. "Was können wir einfaches tun, um in der neuen Mobilfunkwelt erfolgreich zu sein?" Für Friess ist die Basis ein guter Auftritt mit einer professionellen Webseite: "Daran führt kein Weg vorbei".

Schelling ergänzte, dass es bei der Diskussion über soziale Netzwerke und persönliche Kontakte nur ein ?sowohl als auch? und kein ?entweder oder? geben könne: "Wir müssen Step by Step in diese neuartige Welt eintauchen. Doch jeder Unternehmer muss für sich und seine Zielgruppe entscheiden, welcher Kommunikationsweg der Richtige ist". (AC)

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