Österreich 2020 - Neue Aufgaben, neue Antworten, neue Allianzen

Auftaktveranstaltung zu SPÖ-Zukunftsprojekt voller Erfolg

Wien (OTS/SK) - "Herausforderungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts"
- das war das Thema einer Veranstaltung im Rahmen der SPÖ-Initiative "Österreich 2020" am Mittwochabend im Wiener Museumsquartier. Die Veranstaltung der SPÖ wurde von über 600 Personen besucht - doppelt so viele wie erwartet. Ziel der Initiative: neue Antworten auf wesentliche, über die Tagespolitik hinausgehende Zukunftsfragen. ****

"Vor 40 Jahren wurde Bruno Kreisky Bundeskanzler, er hat unser Land stark geprägt und die Sozialdemokratie als breite, schillernde Bewegung geführt", so Bundeskanzler Werner Faymann bei der Eröffnung der Veranstaltung. "Stark ist die Sozialdemokratie, wenn sie offen ist und wenn sie sich der Kraft der Allianzen bewusst ist", das habe man, so Faymann, von Kreisky gelernt. "Die Sozialdemokratie ist eine gesellschaftliche Kraft, die etwas ändern möchte und die viele einladen möchte, über ihre Zukunft mitzudiskutieren", so Faymann. "Wir müssen den Bildungsbereich stärken und in Forschung und Entwicklung investieren, denn dort sind die Arbeitsplätze der Zukunft angesiedelt", so der Bundeskanzler, der weiters betonte: "Wir müssen unsere Positionen klar ausdrücken und eine gemeinsame Politik entwickeln, um die Gesellschaft zu ändern." Das sei Ziel der Initiative "Österreich 2020".

Rudas: Österreich soll ein Vorbild für moderne Politik werden

"Wir wollen die Zukunft nicht einfach auf uns zukommen lassen, sondern in Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik Prozesse rechtzeitig erkennen und wenn nötig gegensteuern. Österreich soll ein Vorbild für moderne Politik werden", so SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas, die gemeinsam mit Karl Duffek, Direktor des Renner-Institutes, die sozialdemokratische Zukunftsdiskussion "Österreich 2020" leitet und koordiniert. Die Einzigartigkeit von "Österreich 2020" liege darin, dass man nicht nur Antworten auf Zukunftsfragen erarbeite und "Theorien wälze", sondern auch parallel dazu Strategien zur Umsetzung entwickle. Aus diesem Grund sei es so wichtig, dass die acht Diskursgruppen von sozialdemokratischen Regierungsmitgliedern geleitet werden.

Duffek: Politik und Wissenschaft arbeiten eng zusammen

Karl Duffek erörterte in seinem Statement den organisatorischen Prozess von "Österreich 2020" und stellte klar, dass es sich bei "Österreich 2020" nicht um einen traditionellen, pragmatischen Prozess handle, sondern dass es darum gehe, "Antworten auf die Frage zu finden, wie ein sozialdemokratisch geführtes Österreich in 10 oder 15 Jahren aussehen" solle. "Österreich 2020" lebe vom regen Austausch zwischen den verantwortlichen SPÖ-Regierungsmitgliedern, dem Renner-Institut, den Wissenschaftern und Experten, aber auch von der Einbindung der Bevölkerung durch Veranstaltungen und offene Diskussionen auf zahlreichen Kanälen wie der Homepage www.oe2020.at.

Internationale Experten diskutieren über Herauforderungen der Zukunft

Bei der Auftaktveranstaltung diskutierten nach der Rede von Bundeskanzler Werner Faymann internationale Experten über gesellschaftliche Zukunftsfragen. Der deutsche Politikwissenschafter Wolfgang Merkel sagte: "Die Qualität einer Demokratie ist umso beständiger, je vollständiger seine Bürger sozial, wirtschaftlich und kulturell integriert sind." Bofinger, deutscher Ökonom und einer der fünf "Wirtschaftweisen" Deutschlands, sah die großen Herausforderungen der Zukunft vor allem in der Frage der Wettbewerbsfähigkeit. Die Arbeiterkammer-Expertin Sybille Pirklbauer betonte, dass die Zukunft in Investitionen in die Bildung und den Bereich der unbezahlten Arbeit, wie etwa Pflege, liege. "Bildung und die Fähigkeit, sich weiterzubilden sind die wichtigsten Ressourcen für die Zukunft", erläuterte Rainer Münz, Mitglied des sogenannten "EU-Weisenrates".

Besucheransturm überraschte Organisatoren

Der Besucheransturm überraschte selbst die Organisatoren, daher wurde ein zweiter Saal mit Videowall-Übertragung eingerichtet. Anwesend waren die sozialdemokratischen Mitglieder der Bundesregierung, auch ehemalige Mitglieder wie der Bundesminister a. D. Hannes Androsch sowie Vertreter der Bundesländer und der Vorfeldorganisationen wie der Sozialistischen Jugend, der Jungen Generation und des VSStÖ. Auch Gäste aus dem Ausland, Wissenschafter und Journalisten, sind für die Veranstaltung angereist. (Schluss) bj/mo/sv

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